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Geschichte

Am Anfang stand der Wolf ...

Die Wissenschaft war lange Zeit der Ansicht, dass der Hund das älteste Haustier sei.

Man hat aber inzwischen nachgewiesen, dass andere Tierarten früher als der Hund domestiziert wurden. Jede einzelne Haustierart ist jeweils auf eine wilde Stammart zurückzuführen.

Die wilde Stammart unseres Hundes ist der Wolf. Erst seit etwa einem Jahrhundert betreibt der Mensch in unseren Breiten bei der Zucht eine intensive künstliche Auswahl. Ursprünglich zähmte der Mensch junge Wölfe.

Der Wolf ging mit zur Jagd, trug Lasten und bewachte das Eigentum. Immer aber mußte er unter Aufsicht sein; denn er war ja ein Tier der Wildnis und dorthin zog es ihn immer zurück.

Es mußten erst viele, viele Generationen – und damit Jahrtausende- vergehen, bis aus dem Wolf der Hausgenosse des Menschen wurde. Jeder Hund die Ureigenschaften des Wolfes in sich: er beißt, reißt, scharrt Löcher und frißt mit Vorliebe Fleisch.

Seine Ahnen sind ja überwiegend Fleischfresser gewesen, und durch die Vorliebe für Innereien versorgten sie sich über den Panseninhalt der Beutetiere auch mit den erforderlichen pflanzlichen Nährstoffen. Erst durch den Menschen sind die Hunde zum Allesfresser gemacht worden. In allen Haustieren finden sich noch die Gewohnheiten der wilden Ahnen und darum muß der Hund auch im Rudel leben.

Gewöhnlich wird der Welpe der Mutter weggenommen, wenn er sie noch gar nicht entbehren kann. Hier nun setzt die eigentliche Aufgabe des Menschen ein. Der Mensch ist nun seine „Mutter“ und er muß den Welpen nicht nur pflegen, sondern auch lieben.

Der Hund ist ein Gesellschaftstier. Zusammen mit Ihrem Hund bilden Sie ein Rudel. An Ihnen liegt es, ob Sie der „Leithund“ sind, oder ob Ihr Hund der Chef ist! Sie müssen Ihm imponieren, um seine Liebe buhlen, jedoch zeigen und beweisen, dass Sie der Klügere und Stärkere sind.


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