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GesundheitHier einige Symptome, die als Anzeichen verschiedener Krankheiten auftreten können.Durchfall: kann unter anderem auf falscher Ernährung beruhen oder eine Folge von Schneefressen sein. Möglicherweise liegt die Ursache aber auch in einer Verschiebung im Gleichgewicht der Darmbakterien . Diese Diagnose sowie die Ursache für Blut im Stuhl (Vergiftungsgefahr !) muß vom Tierarzt festgestellt werden. Erbrechen: ist nicht immer ein Zeichen von Krankheit ; es kann zu Erbrechen kommen, wenn der Hund zu schnell oder zu viel gefressen hat. Häufiges Erbrechen kann auf einen verschluckten Fremdkörper hinweisen, ebenso auf eine Vergiftung. Erbrechen mit Fieber bedeutet stets eine schwere Erkrankung. Nur der Tierarzt kann die Krankheitsursache feststellen. Fieber: zeigt immer Infektionskrankheiten oder Entzündungen an. Ein Besuch beim Tierarzt ist unbedingt notwendig. Die äußeren Anzeichen bei Fieber sind glanzloses Fell, trockene heiße Nase, trübe Augen, Mattigkeit und fühlbar größere Körperwärme. Zuverlässig ist stets nur die mit dem Thermometer rektal gemessene Temperatur. Schlittenfahren: deutet meist auf eine Verstopfung oder Überfüllung der Analdrüsen hin oder auf einen Fremdkörper, zum Beispiel einen Grashalm am After oder auf einen beginnenden Abszeß. Zum Tierarzt ! Kopfschütteln: läßt ein Stück verhärtetes Ohrenschmalz, eine Ohrenentzündung oder einen Fremdkörper im Ohr vermuten. Hier muß der Tierarzt helfen. Sich nicht Schütteln nach dem Aufstehen ist ein schlechtes Zeichen für den Allgemeinzustand. Lahmen kann eine Fraktur, Verletzung, Verstauchung, einen Bänderriß oder Gelenkverschleiß anzeigen. Weitere mögliche Ursachen: Kreislaufstörungen, Altersschwäche, Dackellähme. Husten und Niesen: Mögliche Ursachen sind Fremdkörper im Hals-Nasenraum, oder Abgase. Damit kann sich aber ebenso eine Erkältung oder Halsentzündung ankündigen. Werden die Symptome mit Fieber begleitet, besteht der Verdacht auf Staupe. Starker Maulgeruch: ist entweder ein Anzeichen für faule Zähne, für eine Zahnfleischentzündung, für falsche Ernährung oder für eine Gastritis. Eine Geschwulst kann ein harmloser Grützbeutel, aber auch bösartig sein. Da sich eine Geschwulst rasch vergrößern und gefährlich werden kann, sollten Sie den Tierarzt aufsuchen. Ständiges Kratzen und Beißen kann auf Flohbefall oder ein Ekzem hinweisen. Da sich Hunde aber auch an Stellen kratzen und beißen, an denen sie Schmerzen haben, sollten Sie vorsorglich zum Tierarzt gehen.
Impfungen gegen Infektionskrankheiten: Hunde sind vom Welpenalter an von verschiedenen Infetionskrankheiten bedroht, gegen die nur regelmäßige Impfungen sicheren Schutz bieten. Die fünf gefährlichsten sind: Die Staupe: Eine Virusinfektion, die in drei Formen auftritt: als Darmstaupe durch Durchfall, als Lungenstaupe mit Lungenentzündung und als nervöse Staupe mit Lähmungen. Anzeichen sind: Fieber, Durchfall, Husten, tränende und verklebte Augen. Im fortgeschrittenen Stadium Krämpfe und Bewegungsstörungen. Die Staupe ist keine reine Welpenkrankheit. Durch systematische Impfung wurde sie stark zurückgedrängt, ist aber nicht verschwunden. Die ansteckende Leberentzündung (auch H.c.c. genannt) ist ebenfalls eine Viruskrankheit und in ihrem Erscheinungsbild der Staupe ähnlich. Anzeichen: Fieber, Entzündungen im Nasen-Rachen-Raum, Durchfall und deutliche Schmerzempfindlichkeit im Bauch. Der Impfstoff ist immer mit dem gegen Staupe kombiniert und heißt SH. Die Stuttgarter Hundeseuche oder Leptospirose: Diese Bakterien-Infektion wird durch verschiedene Leprospiren-Erreger hervorgerufen, einige sind auch auf Menschen übertragbar. (Sie verursachen ansteckende Gelbsucht). Anzeichen: Fieber, Müdigkeit, Erbrechen, Appetitmangel, Mandelentzündungen, Magen-, Darm- und Nierenerkrankungen, häufig auch Schwäche in den Hinterläufen. In schweren Fällen Gelbsucht und Bewegungsstörungen. Die Impfung verhindert sowohl die Übertragung, als auch die Erkrankung. Die Tollwut: Die schlimmste aller Viruserkrankungen ließ sich bisher nicht ausrotten oder eindämmen. Anzeichen : abnormes Verhalten, Beißwut, Lähmungen und Krämpfe, Schluckbeschwerden. Die Schutzimpfung der Hunde ist besonders wichtig, da so die Übertragungskette vom erkrankten Wildtier auf den Menschen unterbrochen wird. In Tollwutsperrbezirken ist die Impfung für den Hund unter Umständen lebensrettend, da frei laufende Hunde als tollwutverdächtig getötet werden können, wenn sie nicht die gelbe Marke mit der Jahreszahl der letzten Impfung am Halsband tragen. Die Parvovirose: Eine Viruserkrankung, die häufig auf Ausstellungen, wo viele Hunde zusammen sind übertragen wird. Anzeichen: plötzlich auftretender, blutiger Durchfall, starkes Erbrechen, das ebenfalls blutig werden kann. Der Hund wird apathisch, verweigert die Nahrungsaufnahme und leidet unter starkem Flüssigkeitsmangel. Die Pavovirose ist mit der Katzenseuche verwandt und wird mit dem Impfstoff Fesidovac-P bekämpft. Ein vollkommener Impfschutz wird erreicht, wenn der entwurmte Welpe mit 8 Wochen die erste Grundimpfung gegen Staupe, Hepatitis und Leptospirose mit SHL bekommt. Die zweite Grundimpfung erfolgt in der 12-14. Lebenswoche erneut mit SHL, in Tollwutbezirken zusätzlich mit T. KASTRATION/STERILISATION
Um unerwünschten Nachwuchs Ihrer Hündin zu vermeiden, gibt es folgende Möglichkeiten: Die tierärztliche Hormonbehandlung in Form von Spritzen, die je nach Hündin und Zyklus alle vier bis fünf Monate gegeben werden. Genaueres dazu erklärt Ihnen Ihr Tierarzt. Die Sterilisation verhindert zwar die Befruchtung, schaltet aber die Läufigkeit nicht aus und kann sogar zur Dauerläufigkeit führen. Die Kastration (Entfernung der Eierstöcke) dagegen ist die Lösung bei häufiger Scheinträchtigkeit oder Gefahr unerwünschter Schwangerschaft. Sie ist heute ein Routine-Eingriff wie eine Blinddarmoperation und wird schon vor der ersten Hitze empfohlen. Die Psyche der Hündin bleibt unverändert, Alterskrankheiten der Gebärmutter werden ausgeschaltet. Da Hunde keine Wechseljahre haben, werden nicht kastrierte Hündinnen bis ins hohe Alter läufig und können auch noch Junge bekommen. Eine Kastration beim Rüden wird vom Tierarzt nur selten vorgeschlagen. |
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