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Geschichte

Die Geschichte des Zwergkaninchens:

Wer ein 7kg schweres Riesenkaninchen vor sich sieht, mag kaum glauben, daß diese Rasse genauso wie alle anderen Rasse- und Hauskaninchen Nachkommen des kleinen europäischen Wildkaninchens ist. (ca.1100 v.Chr.) Als Irrtum erwies sich auch die anfängliche zoologische Zuordnung der Kaninchen zur Familie der Nagetiere. Doch sowohl Hase, als auch Kaninchen gehören zur Familie der Hasenartigen. Aber mehr haben Kaninchen und Hase nicht gemeinsam. Beide Tiere sind in Aussehen und Verhalten sehr verschieden und können auch keinen Nachwuchs zusammen zeugen. Das Zwergkaninchen ist nach wie vor eines der beliebtesten Haustiere.

Die Geschichte des Meerschweinchens:

Mit dem Schwein hat das Meerschweinchen, außer daß es quiekt, nichts zu tun. Vielmehr ordnete man es wegen des typischen Nagergebisses der großen Familie der Nagetiere zu. Aufgrund von Forschungen meinen jedoch einige Wissenschaftler, daß Meerschweinchen in einer neuen Ordnung zusammengefaßt werden sollten. Unangefochten hingegen ist die ursprüngliche Heimat der Tiere. Sie stammen aus Mittel- und Südamerika und lassen sich schon vor 40 bis 35 Millionen Jahren nachweisen. Der Wandel vom Wild- zum Hausmeerschweinchen hat zwischen 9000 und 3000 v.Chr. stattgefunden. Offensichtlich suchten die Tiere von sich aus in den menschlichen Behausungen Schutz und Wärme, ernährten sich von den Küchenabfällen und wurden von den Menschen zunächst geduldet, dann gezüchtet und genutzt. Bei den Inkas waren sie nicht nur Fleischlieferanten, sondern dienten auch als Opfertiere für den Sonnengott. Wie kam nun das Meerschweinchen zu uns? Überliefert ist, daß holländische Kaufleute die possierlichen Tiere zum Spielen für ihre Kinder hielten und sie um 1670 mit in die Niederlande nahmen. Sie kamen also übers Meer zu uns, was ihnen zu ihrem irreführenden Namen verhalf. Bald begann man, mit ihnen zu züchten und verkaufte sie nach England und Frankreich. Mit ihrer Verbreitung wuchs auch ihre Beliebtheit und die hält immer noch an.

Die Geschichte des Hamsters:

Der Siegeszug des Goldhamsters als Heim-, aber auch als Versuchstier ist ziemlich einmalig in der Tierwelt. 1839 wurde der Goldhamster von dem britischen Zoologen George Waterhouse in der Nähe der syrischen Stadt Aleppo entdeckt. Er nannte seinen Fund „Cricetus auratus“ übersetzt Goldhamster. Danach blieb es fast 100 Jahre still um das hübsche Tier. 1930 stieß ein israelischer Zoologe in der syrischen Wüste auf den Bau einer Goldhamstermutter mit acht Jungen und nahm sie mit. Leider überlebten nur drei den Transport. Diese vermehrten sich dann aber so schnell, daß sich am Jahresende bereits 300 Goldhamster in menschlicher Obhut befanden. Da die Tiere sich schnell an ein Leben im Käfig gewöhnten, leicht zu pflegen und sehr fruchtbar waren, verwendete man sie als Labortiere für medizinische Zwecke. Später wurden sie zu beliebten Haustieren, zuerst in Amerika und ab 1945 auch in Europa. Man schätzt, daß in Deutschland derzeit etwa eine Million Hamster als Heimtiere leben.


Die Geschichte des Chinchillas:

Die Heimat der Chinchillas ist Südamerika. Ihr Lebensraum sind die Anden bis in 5000 Meter Höhe. Dort leben sie in Felsspalten und Höhlen mit geringer Luftfeuchtigkeit und sind seht großen Temperaturschwankungen ausgesetzt. Nachdem die spanischen Conquistatoren im 16.Jahrhundert Südamerika erobert hatten, wurde das Fell der Chinchillas in Europa bekannt. Die Weichheit und Dichte eines Chinchillafelles wird von keinem anderen Fell übertroffen. Vor allem im 18. Und 19. Jahrhundert waren Pelze von Chinchillas sehr begehrt. Man brauchte allerdings über 100 Felle, um einen Chinchillamantel herzustellen.
Die Chinchillas, auch Hasenmäuse genannt, gehören zu der Familie der Nagetiere. Nahe Verwandte sind Meerschweinchen, Agutis und Wasserschweine.

Die Geschichte der Ratte:

Die Vorfahren aller Ratten, die heute als Heimtiere gehalten werden, sind Wanderratten. Sie kamen vor rund 200 Jahren von China nach Europa. Auch die Hausratte stammt aus Asien, sie wanderte jedoch vermutlich bereits in vorgeschichtlicher Zeit ein. Ursprünglich waren Ratten nur in Asien, Europa und Australien verbreitet. Nach Amerika gelangten sie als „blinde Passagiere“ auf Schiffen. Auf diese Weise ist es ihnen gelungen, die ganze Welt zu bevölkern. Haus- und Wanderratten unterscheiden sich äußerlich voneinander, und bewohnen auch verschiedene Lebensräume. Ratten gehören zur Familie der echten Mäuse. Von ihren kleinen Geschwistern, den Mäusen unterscheiden sich Ratten vor allem durch ihre Körpergröße, ihre Intelligenz und die im Verhältnis zur Körpergröße kleineren Ohren.



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