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GesundheitKrankheitsanzeichen beim NagetierKrankheitsanzeichen beim Nagetier äußern sich folgendermaßen: das Fell sieht stumpf aus und die Haare liegen nicht mehr glatt am Körper an. Die Augen haben ihren lebhaften Glanz verloren, wirken matt und trüb. Der Kot ist dünnflüssig, riecht unangenehm oder ist gar mit Blut vermischt. Appetitlosigkeit und Abmagern, Nasenausfluß, Niesen, Röcheln, Atemnot und Flankenatmung sind Anzeichen dafür , daß das Tier krank ist. Kaninchenkrankheiten:
RVHD: ist eine Viruserkrankung, gegen die es eine Impfung gibt. Akute Krankheitsanzeichen sind zunehmende Unruhe, später Benommenheit, Atembeschwerden, Blutungen aus den Nasenöffnungen und schließlich rasches Verenden unter Erstickungskrämpfen. Myxomatose: ist eine ebenfalls sehr gefürchtete Kaninchenseuche,. Der Erreger ist der Myxomvirus, der von blutsaugenden Insekten, wie z.B. Mücken oder Flöhen übertragen wird. Eine Schutzimpfung ist ab der 6. Lebenswoche möglich. Akute Krankheitsanzeichen sind Schwellungen der Augenlider, später eitriger Ausfluß, Schwellungen am Kopf und an den Geschlechtsteilen. Teigige und feste Knoten entstehen am ganzen Körper. Das Kaninchen stirbt schließlich an allgemeiner Entkräftung. Meerschweinchenkrankheiten:
Pilzerkrankungen: äußern sich beim Tier in typischen, oft kreisrunden Hautrötungen in Verbindung mit starkem Juckreiz und Haarausfall. Dann muß das Meerschweinchen zum Tierarzt. Räudemilben: sind infolge schlechter Haltungsbedingungen relativ häufig. Salmonellose tritt beim Meerschweinchen relativ häufig auf und kann sich auf Kinder übertragen. Sofort zum Arzt gehen ! Hamsterkrankheiten: Krankheiten bei so kleinen Tieren sind leider oft schwer zu beurteilen und schreiten schnell voran. Die Krankheiten, die einen Hamster aufgrund von Haltungsfehlern befallen, sind für den Menschen ungefährlich. Anders ist das bei Infektionskrankheiten, die eventuell von anderen Tieren auf den Hamster übertragen werden. Die Hirnhautentzündung zum Beispiel ist eine Seuche, die nur junge Goldhamster befällt. Bei Zwerghamstern wurde sie noch nicht beobachtet. Nach drei Wochen ist die Krankheit meist überstanden. Sie kann jedoch auf den Menschen übergehen, verläuft aber meist harmlos wie eine leichte Grippe. Rattenkrankheiten: Tumorerkrankungen: treten bei über 18 Monate alten Ratten sehr häufig auf. Sie stellen die häufigste Todesursache dar. Akute Krankheitsanzeichen sind Umfangsvermehrungen vor allem im Bereich des Gesäuges, der Extremitäten und der Kopf- und Halsregion. An Krebs erkrankte Ratten zeigen meistens kaum Störungen des Allgemeinbefindens. Erst im fortgeschrittenen Stadium kommt es zu Ausfallerscheinungen wie gestörter Fortbewegung, Atembeschwerden bei Lungentumoren und vermehrtem Bauchumfang bei Gebärmuttertumoren. Ratten bekommen sehr leicht Tumore infolge eines angezüchteten Defektes des Immunsystems. Atemwegserkrankungen: Ratten sind gegenüber bakteriellen Erregern von Luftwegsinfektionen ausgesprochen empfindlich. Akute Krankheitsanzeichen sind Nasenausfluß, Niesen, Röcheln, Husten, Atemnot, panische Bewegungen und Erstickungsanfälle. Mögliche Ursachen sind ein ungünstiger Käfigstandort, Streß, Ansteckung durch Neuzugänge und Lungentumore. Verdauungsstörungen: Akute Krankheitsanzeichen sind Appetitlosigkeit, breiiger bis flüssiger Kot, Verklebung im Analbereich, nässende Rötung der Haut des Schwanzes und der Hinterextremitäten, vermehrter Durst, Austrocknung. Mögliche Ursachen sind Futterwechsel, ungeeignetes, verdorbenes Futter, Endoparasiten und zahlreiche bakterielle Erreger, aber auch die Verabreichung von Antibiotika sowie Streß- und Angstzustände können Magen-Darm Störungen hervorrufen. Zahnanomalien: Wie alle Heimnager, neigen auch Ratten zu Zahnanomalien. In erster Linie handelt es sich um Fehlstellungen der Schneidezähne, die Backenzähne sind nur selten betroffen. Anzeichen sind Appetitlosigkeit, Abmagern, Speicheln, übermäßiges Längenwachstum und Einrollen der Schneidezähne nach hinten mit Verletzungen der Lippen und des Gaumendaches. Mögliche Ursachen sind erbliche Veranlagung, Kieferanomalie, zu wenig strukturiertes Futter und das Fehlen von Nagermaterial. Fellrupfen: Hierbei handelt es sich um eine psychogene Verhaltensstörung. Mögliche Ursachen sind Käfiglangeweile, Streß und fehlende Artgenossen. Abszesse: Es kommt immer wieder innerhalb des Rudels zu Kämpfen oder Bißverletzungen. Anzeichen dafür sind blutende Wunden, Krustenbildung, Geschwüre und Abszesse. Mögliche Ursachen sind infizierte Bisse von Artgenossen, Verletzungen an der Käfigvergitterung oder ungeeignetem Käfiginventar. Allergien: Besonders Albinoratten neigen zu allergischen Hautreaktionen. Das Erkennen der Ursache ist zumeist problematisch. Krankheitsanzeichen sind stumpfes Haarkleid, Hautrötungen, blutende und verkrustete Wunden durch Kratzen und Beißen infolge von Juckreiz, Kahlstellen im Fell und Schuppenbildung. Mögliche Ursachen sind Eiweißüberfütterung, Unverträglichkeit gegenüber Einstreu, Nistmaterial und Heu, sowie gegenüber chemischen Rückständen in Obst und Gemüse. Auch Putz- und Desinfetktionsmittel können allergen wirken. Altersblindheit: Besonders Albinoratten erblinden häufig, wenn sie älter werden. Anzeichen sind auffallende Vorsicht in unbekannter Umgebung, Anstoßen und Schreckhaftigkeit. Als Ursache nimmt man an, daß zu starke Lichteinwirkung im Laufe der Zeit die Netzhaut des Auges schädigt. KASTRATION/STERILISATION
Beim Kaninchen zeigt sich das Männchen nach Eintreten der Geschlechtsreife zunehmend unruhiger und sollte, wenn es nicht gezielt zur Zucht eingesetzt wird, kastriert werden. Nach der Kastration, die ein Tierarzt bei einem 4 bis 6 Monate alten Rammler vornehmen kann, zeigen sich männliche Kaninchen meist ausgeglichen und sehr verträglich, sowohl als einzeln gehaltenes Tier, als auch in der Gruppe. Ein Weibchen wird üblicherweise nicht kastriert da der Eingriff zu riskant wäre. In der Brunst kann es deshalb zu agressivem Verhalten gegenüber Rivalinnen kommen . Sorgen Sie dann für Fluchtmöglichkeiten, oder trennen Sie die Tiere für kurze Zeit. Beim Meerschweinchen verstehen sich zwei Weibchen meistens sehr gut. Zwei Männchen lassen sich ebenfalls zusammen im Käfig halten, vorausgesetzt, sie sind Geschwister oder wurden zusammengesetzt, als sie noch jung waren. Wenn sie während oder nach der Geschlechtsreife keinen Kontakt zu Weibchen hatten, verstehen sie sich im Erwachsenenalter ebenfalls gut. Dies gilt auch, wenn Sie ein junges Männchen einem älteren zugesellen wollen. Zwei erwachsene Männchen allerdings vertragen sich nie, auch nicht nach der Kastration. Die Männchen werden mit vier bis fünf Wochen geschlechtsreif, die Weibchen zwischen drei und fünf Wochen. Eine Kastration des Männchens empfiehlt sich nur, wenn Sie ein Pärchen halten, aber nicht dauernd Nachwuchs haben wollen. Ratten sind unglaublich fruchtbar und frühreif. Im Alter von sechs Wochen (in Ausnahmefällen sogar schon mit vier Wochen) setzt im Schnitt die Geschlechtsreife ein. Pro Wurf, es sind in der Regel vier pro Jahr, bringt eine Rattenmutter 10, 14 und mehr Junge zur Welt. Mit 15 bis 18 Monaten setzt dann meist die Menopause ein, das Rattenweibchen wird unfruchtbar. Um Nachwuchs zu verhindern, ist die Kastration des Männchens die zuverlässigste Verhütungsmethode. Sie sollte jedoch nur von einem Tierarzt durchgeführt werden, der Erfahrung mit Ratten besitzt. Man kann das Männchen in einem Alter von mindestens acht Wochen kastrieren. Nach der Kastration wartet man sicherheitshalber mindestens drei Wochen, bevor man die Geschlechter zusammenführt. Bei Chinchillas sind zwei, vielleicht drei Würfe im Jahr zu erwarten, jeder Wurf mit ein bis drei, oder gar vier Jungen. Die Kastration des Männchens ist leider nicht unproblematisch. Benagen der Wunden, Fäden ziehen und psychische Belastung durch veränderte Stellung in der Gruppe können zum Tod des Tieres führen.
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