UmgangAuswahl des TieresAchten Sie beim Kauf auf den Ernährungszustand der Reptilien. Weder Rippen noch Rückenwirbel oder Beckenknochen sollten zu stark zu sehen sein. Die Augen dürfen nicht zu tief in den Höhlen liegen und gesunde Tiere sollten auf Störungen mit Flucht oder Abwehr reagieren. Das Maul muß geschlossen sein. Ruckartiges Öffnen und Sperren deutet, besonders wenn außerdem Schaum oder schmieriger Belag rund um Nase und Maulspalte zu finden ist, auf eine Erkältung hin. Frische und oberflächliche Verletzungen, wie z.B. Bißwunden, Narben oder abgebrochene Schwänze sind nicht gefährlich. Bei Vogelspinnen ist vom Kauf abzuraten, wenn die Tiere am Körper einen weißlichen Pilz oder Beulen aufweisen, sie ihre Gliedmaßen unter dem Körper zusammengezogen haben, oder Anzeichen von Austrocknung haben. Eine Glatze am Hinterleib dagegen ist völlig unbedenklich. Die Spinne hat sich lediglich durch Bombardieren verteidigt und die Haare abgestreift- sie wird nach der nächsten Häutung ihr normales Aussehen wiedererlangen. Eingewöhnung Mindestens für acht Wochen sollten Sie das neuerworbene Tier zur Eingewöhnung zunächst in einem Quarantäneterrarium halten. Sollte der Neuankömmling besonders scheu und hektisch reagieren, ist das Zudecken mittels Papier oder Tuch anzuraten, welches nach einigen Tagen stückweise entfernt wird, um eine allmähliche Gewöhnung zu erreichen. Haltung Grundsätzlich kann ein Terrarium überall aufgestellt werden, denn mit entsprechender Technik lassen sich im Wohnzimmer genauso wie im Wintergarten oder einem anderen Raum die notwendigen Voraussetzungen schaffen. Es gibt kein allgemein gültiges Standardmaß für die Größe eines Terrariums, der jeweilige Raumbedarf wird von der Größe und dem Verhalten der Tiere bestimmt. Vogelspinnenterrarien sollten eine Größe von 30 x 50cm nicht überschreiten, die Höhe hängt von der Lebensweise des jeweiligen Bewohners ab. Um Luftzirkulation zu ermöglichen soll das Terrarium an bestimmten Stellen perforiert sein. Sobald Heizquellen die Luft im Terrarium erwärmen, kommt sie in Bewegung und zieht kühlere nach. Es gibt verschiedene Terrarientypen wie das Regenwaldterrarium, das Wüstenterrarium und das Aquaterrarium. Unser Fachpersonal berät Sie gerne. Terrarientechnik
Da die Terrarientiere fast ausschließlich aus tropischen oder subtropischen Zonen stammen, müssen Sie Ihr Terrarium mit Hilfe der Technik so gestalten, daß eine artgerechte Haltung möglich wird. Beheizung: Als lichtspendende Wärmequellen für tagaktive Tiere empfehlen wir Spotstrahler. Für dämmerungs- und nachtaktive Tiere sind Elsteinstrahler oder Dunkelstrahler empfehlenswert. Temperatur und Luftfeuchtigkeit: Schwankungen zwischen Tag- und Nachttemperatur von 18 Grad Celsius sind in tropischen Gebieten keine Seltenheit. Auch die Luftfeuchtigkeit kann erheblich schwanken. Notwendig sind daher Kontroll- und Steuergeräte zur Klimatisierung des Terrariums, sowie eine Schaltuhr, ein Thermometer, ein Thermostat und ein Hygrometer. Beleuchtung Licht ist eine der Grundlagen des Lebens. Werden tagaktive Tiere aus tropischen oder subtropischen Gegenden gepflegt, benötigen Sie in Ihrem Terrarium besonders viel Licht. Leuchtstofflampen sind ideal für alle Terrarien bis zu einer Höhe von 70cm. Spotstrahler eignen sich als wärmende Lichtquelle, besonders um sogenannten Sonnenschein zu schaffen. Quecksilberdampf und Metallhalogendampflampen strahlen außerordentlich hell. Um diese Lampen einsetzen zu können, muß das Terrarium mindestens einen Kubikmeter groß sein. UV-Strahler wirken anregend auf viele biologisch Abläufe. UV-B Strahlen sind wichtig für die Steuerung des Kalziumstoffwechsels, UV-A Strahlen für die Pigmentbildung der Haut, UV-C Licht wiederum reduziert die Keimzahl im Aquaterrarium. Filterung In einem Aquaterrarium ab 50l Wasservolumen empfiehlt es sich, das Wasser zu filtern. Dadurch ersparen Sie sich aber nicht den regelmäßigen Wasserwechsel! Dekoration Der Aufenthalt in verschiedenen Grünpflanzen erhöht das Wohlbefinden der Terrarientiere- ob sie nun Klettergelegenheiten suchen, oder die Geborgenheit in sicherer Deckung. Sie finden bei uns schönes Gestein, wie Sandstein, Schiefer, Lava oder Granit. Auch Hölzer, wie Flieder, Obstgehölze, Eichen und Rebstöcke sind dekorativ und bieten den Tieren Unterschlupf. PFLEGEHautpflege Eine mit der Fellpflege bei Hunden oder Katzen vergleichbare Körperpflege ist bei Terrarientieren nicht erforderlich. Hier müssen Sie stattdessen auf die Häutung und deren ordentlichen Ablauf achten. Kommt es bei Reptilien zu Komplikationen, etwa weil die Luft im Terrarium zu trocken ist, Wachstums- oder Stoffwechselstörungen vorliegen oder durch eine Ortsveränderung eine Streßsituation entstanden ist, müssen Sie praktische Hilfe leisten: Bei Echsen können Sie durch mehrfaches Besprühen mit Wasser, mindestens dreimal täglich, und Entfernen der aufgeweichten Hautfetzen mit der Pinzette helfen. Gehen Sie dabei aber behutsam vor ! Krallenpflege: Sofern kletternde Echsen nicht Haftlamellen an der Unterseite von Fingern und Zehen tragen, benötigen sie lange und scharfe Krallen, um überall Halt zu finden. Sind die Krallen jedoch zu lang und krumm, müssen sie gekürzt werden. Zusätzlich zu Sand oder Laub empfehlen wir, beispielsweise eine Steinplatte einzulegen. Das Einkürzen der Krallen können Sie mit einer kräftigen Nagelzange vornehmen. |