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Lebensraum

DER LEBENSRAUM WASSER

Was die Luft für den Menschen, ist das Wasser für die Fische. Genauso wie wir uns in sauberer, guter Luft wohl fühlen, brauchen unsere Fische gutes und sauberes Wasser

Der Säuregrad des Wassers

Der Säuregrad des Wassers wird durch den pH-Wert ausgedrückt. Der neutrale Wert ist mit der Ziffer 7 angesetzt. Werte von 0 bis 6,9 besagen, daß das Wasser sauer ist, Werte von 7,1 bis 14 zeigen den basischen Bereich an. Die meisten tropischen Zierfische bevorzugen einen Bereich zwischen 6,5 und 7,5.  Im Zoofachhandel gibt es Meßreagenzien, mit denen der pH-Wert leicht zu bestimmen ist. Die pH-Wert Kontrolle ist eine regelmäßige Pflegemaßnahme. Wenn nötig, kann der pH-Wert auch künstlich gesenkt werden. Unser Fachpersonal informiert Sie gerne über alle möglichen Maßnahmen.

Die Wasserhärte

Die Gesamthärte wird in Grad deutscher Härte (dGH) gemessen. Man unterscheidet die Härtegrade wie folgt:
2   bis 8   Grad dGH  =  weich
9   bis 16 Grad dGH  =  mittelhart
17 bis 30 Grad dGH =   hart.
Liegt der Härtegrad im weichen bis mittelharten Bereich, fühlen sich die meisten Fische darin wohl. Ist das Wasser härter, müssen Sie die Härte senken. Am einfachsten ist es, durch Zugabe von destiliertem Wasser den gewünschten Meßwert zu erreichen. Durch Zugabe von Co2 und Eisendünger für die schnellwüchsigen Pflanzen lassen sich die Wasserwerte langsam einregulieren und stabilisieren. Weitere Möglichkeiten die Wasserhärte zu senken sind die Filterung über Torf und die Verwendung von Enthärtungsgeräten.

Nitrit-Nitratgehalt 

Auch in gut gepflegten Aquarien entsteht laufend eine Menge Schmutz, nämlich organische Abfallprodukte, die durch die Ausscheidungen der Fische, überschüssiges Futter sowie verwesende Tier- und Pflanzenteile zustande kommen. Dabei entsteht das für Fische giftige Nitrit, das von Bakterien in das ungefährlichere Nitrat umgewandelt wird. Die wichtigsten Helfer bei diesem Prozeß sind die Pflanzen.  Das bedeutet, solange ausreichend Sauerstoff vorhanden, Ihr Becken gut und vielseitig bepflanzt ist und der Filter einwandfrei funktioniert, gibt es mit dem Nitrit- Nitratgehalt in der Regel keine Probleme. Gefährlich für die Fische wird es erst, wenn sie in einem Becken leben, in dem die Pflanzen schlecht wachsen oder das einseitig bepflanzt bzw. stark  verunreinigt ist. In solchen Becken gerät der Nitrit-Nitrat-Gehalt außer Kontrolle. Das muß zunächst einmal auf das Wohlbefinden der Fische keinen Einfluß haben, aber in dem Moment, in dem nicht mehr ausreichend Sauerstoff vorhanden ist, bzw. Pflegemaßnahmen wie Wasserwechsel oder Filterreinigung vorgenommen werden ,  treten Vergiftungserscheinungen bei den Fischen auf. Sie schnappen an der Wasseroberfläche nach Luft oder verweigern das Futter. Wer es in seinem Becken so weit hat kommen lassen, muß nun sehr schnell Maßnahmen ergreifen. Bei kleineren Becken ist es am besten, das gesamte Becken auszuräumen und neu einzurichten.

Sauerstoff O2

Dieses Gas wird von Tieren und Pflanzen zum Atmen benötigt. Die natürlichste Sauerstoffversorgung gewährleisten ein guter Pflanzenwuchs und eine durch den Filter bewegte Wasseroberfläche. Sollte eine zusätzliche Belüftung notwendig sein, erreichen Sie diese durch Sauerstoffversorgung mittels Luftpumpe, Ausströmsteine und Diffusoren.

Kohlendioxid Co2

Dieses Gas entsteht bei der Atmung der Fische; außerdem wird es auch von den im Aquarium vorhandenen Filter- und Bodenbakterien produziert. Co2 ist ein wichtiger Pflanzennährstoff. Da die Pflanzen im Aquarium große Mengen an Co2 verbrauchen, muß es zusätzlich bereitgehalten werden. Dies geschieht mit Co2- Geräten.

ALGEN IM AQUARIUM

Ein Aquarium gänzlich ohne Algen gibt es nicht. Sie gehören genauso dazu wie die Pflanzen, Fische und Bakterien. In einem gut gepflegten Aquarium werden sie von Algenfressern auf ein Minimum reduziert. Zum Problem werden Algen, wenn sie plötzlich überhandnehmen. Verstärkter Algenwuchs sollte für Sie ein Alarmsignal sein das besagt: im Aquarium könnte irgend etwas nicht in Ordnung sein. Algenbekämpfung bedeutet aber nicht , daß Sie zu irgendwelchen Chemikalien greifen sondern Sie müssen zunächst einmal die Ursachen für den übermäßigen Algenwuchs feststellen und abstellen. So finden Sie die Ursachen für verstärkten Algenwuchs heraus:

• Stimmt die Beleuchtungszeit oder müssen Leuchtstoffröhren ausgewechselt werden ?
• Haben Sie regelmäßig Wasser gewechselt ?
• Stimmt die Temperatur ?
• Stimmt der Co2- und Sauerstoffgehalt ?
• Ist der Nitrit-Nitrat Gehalt in Ordnung ?
• Stimmt der Ph- Wert ?
• Ist die Wasserhärte in Ordnung ?
• Sind genügend Algenfresser im Aquarium ? 

Bei allen Fragen die Sie mit „nein“ beantwortet haben, müssen Sie die Störung beheben und abwarten. Kommen Sie mit einem Liter Ihres Aquariumwassers in eine unserer Filialen. Wir testen Ihnen gerne und kostenlos Ihr Aquarenwasser.


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