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Wissen aus Fauna – Chihuahua

Der Chihuahua, allgemein bekannt als “die kleinste Hunderasse der Welt”, ist eine der ältesten Hunderassen, die man kennt, und um ihren Ursprung gibt es so viele Rätsel wie bei kaum einer anderen Rasse

1. Herkunft und Abstammung
2. Merkmale
    2.1 Kurzhaarig
    2.2 Langhaarig
3.Wesen

1. Herkunft und Abstammung

Die populärste und seit Jahren als wahrscheinlich angenommene Ursprungsgeschichte ist die, dass der Chihuahua der heilige Hund der Tolteken gewesen sein soll. In diesem voraztekischen, kriegerischen Stamm, welcher im Hochtal von Mexiko lebte, wurden Tiere gehalten, die bei religiösen Festen geopfert wurden. Man nannte sie Techichi, und ihre Spur lässt sich bis in das 7. – 9. Jahrhundert v. Chr. zurückverfolgen. Leider konnte niemals eindeutig nachgewiesen werden, dass der Techichi tatsächlich ein Hund war. Nach Übernahme des Toltekenreiches durch die Azteken sollen diese auch deren Hunde weiter gehalten und verehrt haben. Die Azteken bevorzugten die Exemplare mit den sehr großen Augen, rundem Kop. Starb ein Azteke, so wurde er zusammen mit seinen Habseligkeiten und seinem Hund verbrannt. Die Indianer glaubten, dass die Hunde ihrem Herrn mit ihren großen, leuchtenden Augen den Weg über die neun Todesflüsse der Unterwelt ins Paradies weisen würden. Da jedoch nach dem Glauben der Azteken nur diejenigen Hunde ihrem Herrn behilflich waren, die von diesem zu Lebzeiten gut behandelt worden waren, war man stets darauf bedacht, es den kleinen Hunden an nichts fehlen zu lassen. In Zeiten, in denen es nicht genügend Hunde gab, waren sie stets den Häuptlingen und führenden Kriegern vorbehalten.

Nach mehrjährigen Forschungen mit namhaften Archäologen und Wissenschaftlern entwickelte eine englische Züchterin Ende der 60er Jahre eine neue Ursprungstheorie des Chihuahua, nach der die Rasse um 700 v. Chr. von Ägypten nach Malta gekommen sein soll. In ägyptischen Gräbern fand man Überreste von kleinen Hunden, bei denen das Vorhandensein einer Schädelfontanelle besonders vermerkt wurde. Dieses Merkmal findet man nur beim Chihuahua. Aus dem Jahre 55 v. Chr. existiert eine Tontafel mit der Abbildung von sehr kleinen Hunden mit runden Köpfen, riesigen Ohren und sehr kurzen Nasen. Das Fell war eindeutig kurzhaarig. Auf einem Fresko in der Sixtinischen Kapelle stellt Botticelli 1482 einen kleinen weißen Hund dar, den man wohl eindeutig als Kurzhaar – Chihuahua identifizieren kann. Das Bild entstand 10 Jahre bevor Kolumbus 1492 Amerika entdeckte! Auch heute findet man auf Malta noch Hunde, die dem Chihuahua aufs Haar gleichen. Um 1960 kamen einige solcher Exemplare nach England, wo diese vom Englischen Kennel Club anstandslos als Chihuahua übernommen worden sind. Aus ihrer Nachzucht stammen einige erfolgreiche Zucht- und Ausstellungschihuahua.

Man nimmt heute mehr und mehr an, dass die Zwerghunde vom Typ des Chihuahua im Mittelmeerraum, höchstwahrscheinlich auf Malta entstanden sind und erst später auf ungeklärte Weise auf den amerikanischen Kontinent kamen, wo sie sich Dank des günstigen Klimas gut halten und vermehren konnten. Für die Malta-Theorie spricht außerdem die Winzigkeit und Abgeschiedenheit der Insel. Schon aus Platzgründen war man bestrebt, möglichst kleine Haustiere zu halten, und unter diesen Bedingungen war auch eine Reinzucht gesichert, was die Erhaltung des Typs bis in unsere Zeit erklären würde.

Fest steht jedoch, dass in ganz früher Zeit nur kurzhaarige Hunde erwähnt sind. Daraus beweist sich ganz eindeutig, dass der Langhaar – Chihuahua erst in unserem Jahrhundert durch Einkreuzung von anderen Rassen in Amerika herausgezüchtet wurde.

Um ca. 1850 wurden von Touristen im Staate Mexiko kleine Hunde gesehen, die von Indianern gehalten wurden. Bald wurde es Mode, den Indianern diese “mexikanischen Hunde” abzukaufen und als Souvenir nach Nordamerika zu importieren. Im amerikanischen Zuchtbuch wird erstmalig 1904 ein Chihuahua registriert. 1923 wurde ein erster Standard verfasst.

Der Chihuahua hat sich in den letzten Jahren Dank seiner Robustheit, seiner geringen Größe und seines unvergleichlichen Charakters zu einer sehr beliebten Zwerghundrasse entwickelt, die immer mehr Anhänger findet.

2. Merkmale

Der Chihuahua ist ein sehr kleiner Hund, dessen Gewicht entsprechend dem Standard zwischen 500 und max. 2.500 – 3.000 g liegt. Das äußere des Hundes wird hauptsächlich von dem großen, runden Kopf, dem kurzen Fang und den großen, weit abstehenden Ohren geprägt. Die Rute ist hoch angesetzt und wird entweder im Bogen über dem Rücken getragen, so dass die Spitze den Rücken knapp berührt oder säbelartig nach hinten. Trotz seiner kleinen Größe bewegt sich der Chihuahua kraftvoll elegant mit ausreichend Schub aus der Hinterhand.

Den Chihuahua gibt es in allen Farben und Farbkombinationen. Bei entsprechenden Farben sind auch hellere Augen und aufgehellte Nasenschwämme und Lidränder erlaubt.

Es gibt den Chihuahua in zwei Varianten:

2.1 Kurzhaarig:

Mit gleichmäßig über den Körper verteiltem, dichtem kurzem Haar, das im Nacken und an der Rute etwas länger sein darf;

2.2 Langhaarig:

Außer an Fang, Kopf und Vorderseite der Läufe ist das Haar lang, es bildet besonders an der Brust, den Ohren, den Rückseiten der Läufe und an der Rute eine dichte lange Krause, Hosen und Fahne.

3. Wesen

Der Chihuahua ist ein intelligenter, lebhafter und kesser Zwerg, der sich vor nichts fürchtet, was man besonders bei Begegnungen mit fremden, großen Hunden berücksichtigen muss. Er ist sehr robust und wenig krankheitsanfällig, und er kann sehr alt werden. Chihuahuas, die 17 Jahre und älter werden sind keine Seltenheit. Man sollte auch nicht darauf verfallen, einen Chihuahua zu verzärteln. Er lässt sich zwar gerne verwöhnen, aber eigentlich möchte er ein “richtiger Hund” sein. Wegen seiner Größe kann er überall mitgenommen werden, so dass er seinem Herrn ein ständiger, treuer Begleiter sein kann, der sich dank seiner Cleverness leicht erziehen lässt. Charakterunterschiede gibt es zwischen den beiden Haarvarianten: Der Kurzhaar ist der ursprünglichere, er braucht eine etwas festere Hand, sonst wird er leicht zum Beherrscher seines Herrn. Er kann manchmal stur und schwer zu überzeugen sein. Der Langhaar ist der sanftere, eher bereit nachzugeben und für den unerfahrenen Hundehalter in der Anfangserziehung daher der einfachere.