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Wissen aus Fauna – Chinchilla

Der Kopf ist breit, die Ohren sind groß und die Augen schwarz. Wie bei allen Nagetieren sind die Schneidezähne als Nagezähne ausgebildet und die Eckzähne fehlen. Wie vielleicht schon viele herausgefunden haben geht es um unsere Chinchillas. Doch woher kommen eigentlich diese außergewöhnliche Tiere?

Sie stammen aus der Familie der Nager, welche 3 Gattungen umfasst:

1. Die Viscachas

1.1 Merkmale
1.2 Lebensweise und Sozialverhalten

2. Die Hasenmäuse

2.1 Merkmale
2.2 Lebensweise und Sozialverhalten

3. Die eigentlichen Chinchillas

3.1 Merkmale
3.2 Verbreitung und Lebensraum
3.3 Ernährung

1. Viscacha

(lat. Lagostomus maximus)

Sind in Südamerika lebende Tiere aus der Familie der Chinchillas die bis zu 8kg erreichen können und von den Hasenmäusen oder Bergviscachas abgegrenzt werden müssen. In Gruppen bewohnen sie unterirdische Baue und leben in den Grasländern des südlichen Südamerikas. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst den Süden Boliviens, den Westen Paraguays und die nördlichen und mittleren Regionen Argentiniens.

 1.1 Merkmale

Viscachas können eine Kopfrumpflänge von 47 bis 66 Zentimeter erreichen und den 15 bis 20 Zentimeter langen Schwanz nicht zu vergessen. Mit 5 bis 8kg sind die Männchen deutlich schwerer als Weibchen die nur 2 bis 4,5kg erreichen können. Das Fell ist am Bauch immer weiß und die Oberseite variiert mit dem Lebensraum von hellbraun in sandigen Gebieten bist zu dunkelgrau. Ein deutliches Merkmal sind die langen und muskulösen, mit 3 Krallen ausgestatteten Hinterbeine. Im Gegensatz dazu stehen die kurzen Vorderbeine welche vier biegsame Zehen haben.

1.2 Lebensweise und Sozialverhalten

Viscachas leben in Gruppen in großen unterirdischen, selbstgegrabenen Bauen welche eine Fläche von 600 Quadratmetern umfassen und bis zu 30 Eingängen haben können. Die Eingänge werden mit Stecken, Knochen, Steinen, getrockneten Kuhfladen oder ähnlichem gekennzeichnet.

Viscachas haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten. Sie leben in Gruppen von 15 bis 30 Tieren zusammen.

Viscachas sind nachtaktiv und verlassen den Bau abends um ihr Fell zu pflegen und anschließend mit der Futtersuche zu beginnen. Sie können bis zu 40 Kilometer pro Stunde erreichen und im Falle eines Angriffes mit bis zu 3 Meter weiten Sprüngen und scharfen Haken den Angreifer abzuschütteln. Ihre Nahrung ist rein pflanzlich und besteht vorwiegend aus Samen und Gräsern.

2. Hasenmäuse

(lat. Lagidium)

Wie alle Chinchillas sind Hasenmäuse in Südamerika beheimatet. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom südlichen Ecuador und das mittlere Peru über das westlichen Bolivien bis in den Süden Chiles und den Südwesten Argentiniens. Ihr Lebensraum sind trockene, felsige Bergregionen mit wenig Vegetation in Höhen von bis zu 5000 Metern.

2.1 Merkmale

Mit einer Kopfrumpflänge von 30 bis 45 cm und einer Schwanzlänge von 20 bis 40 cm erinnern Hasenmäuse äußerlich an Kaninchen mit langen Schwänzen. Sie können ein Gewicht von bis zu 3kg erreichen. Ihr dickes und weiches Fell variiert je nach Höhenlage von dunkelgrau bis schokoladenbraun. Sowohl an den Vorder- wie auch an den Hinterbeinen haben sie vier Zehen.

2.2 Lebensweise und Sozialverhalten

Hasenmäuse sind eher tagaktive Tiere und als Unterschlupfe dienen ihnen natürliche Höhlen und Felsspalten und da sie nicht gut graben können legen sie selten Erdbaue an. Sie sind Pflanzenfresser, die nahezu jede Art von Pflanzen zu sich nehmen, sich jedoch nicht weiter als 70 m von ihrem Unterschlupf entfernen.

Hasenmäuse leben in Familiengruppen, die meist aus zwei bis fünf Tieren bestehen. Oft schließen sie sich mit anderen Familien zu größeren Verbänden zusammen, die mehrere hundert Individuen umfassen können. Dabei behält jedoch jede Familie ihren eigenen Unterschlupf und ihre eigenen Felsen zum Sonnenbaden.

3. Eigentliche Chinchillas

3.1 Merkmale

Der eigentliche Chinchilla erreicht eine Kopfrumpflänge von 22 bis 38cm und eine Schwanzlänge von 7,5 bis 15cm. Die Weibchen sind mit 800g schwerer als die Männchen welche nur rund 500g erreichen können. Vorder- als auch Hinterpfoten enden in vier Zehen, welche mit schwachen Krallen versehen sind.

Der eigentliche Chinchilla verfügt über ein außerordentlich dichtes Fell, das blaugrau oder bräunlich gefärbt ist. Der Bauch und die Innenseite der Pfoten sind jedoch stets weiß. Mit mehr als 20.000 Haaren pro Quadratzentimeter zählt das Fell zu den dichtesten aller Landbewohner. Die Haare selbst haben eine schwarze Spitze und sind ca 30 Mal dünner als das eines Menschen.

3.2 Verbreitung und Lebensraum

Eigentliche Chinchillas bewohnen die Andenregion (Puna) und die hügelige Küstenregion (Matorral) im westlichen Südamerika.Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der Kurzschwanz-Chinchillas umfasste das südliche Peru, das westliche Bolivien, das nordwestliche Argentinien und das nördliche Chile in Höhen über 3000 Meter. Die Langschwanz-Chinchillas kommen nur im nördlichen Chile in Höhen zwischen 400 und 1650 Metern vor.

Durch ausgedehnte Zucht ist innerhalb der letzten sechzig Jahre eine Vielfalt an Mutationen der Fellfarbe aufgetreten, die sich besonders auf dem Heimtiermarkt großer Beliebtheit erfreut. Die älteste Mutation war Weiß, später folgten Beige, Black Velvet, rundherum dunkel gefärbte Chinchillas (Charcoal und Ebony) sowie Saphir, Violett, Blue Diamond und deren Variationen.

3.3 Ernährung

Chinchillas ernähren sich in der Natur von Gräsern, Kräutern, Zweigen, Blättern und Kakteen. An Früchte oder Wurzeln kommen sie nur selten – ihre Pfoten und weichen Fingernägel eigenen sich nicht zum Ausgraben von Wurzeln. In den Höhen, in denen Chinchillas wohnen, gibt es keine Obstbäume, auch kaum andere Baumarten und nur wenige Früchte tragende Sträucher. Da sich der Verdauungstrakt der Chinchillas in ihrer Heimat an diese Pflanzenahrung angepasst hat, ist die meist gehaltvollere Kost in Gefangenschaft nicht geeignet, um einen Chinchilla gesund zu erhalten. Das Futter sollte wenig Fett und Protein enthalten. Chinchillas sind allerdings echte Feinschmecker.

Folgendes gehört zu einer guten Chinchilla Ernährung:

Heu
Trockene Kräuter/Blüten/Blätter
Trockenfutter