12% Neukundenrabatt mit dem Gutscheincode neukunde
Ab 29€ Versandkostenfrei

Wissen aus Fauna – Degu

Der Gewöhnliche Degu oder einfach Degu (Octodon degus) ist eine in Chile heimische Nagetierart aus der Gattung der Strauchratten innerhalb der Familie der Trugratten (Octodontidae). In Europa werden Degus seit Ende des 20. Jahrhunderts als Heimtiere gehalten.

1. Herkunft
2. Merkmale
3. Ernährung
4. Kommunikation

1. Herkunft

Degus sind in Chile in Südamerkia zu Hause. Degus leben in freier Wildbahn in selbst gegrabenen Bauten, die sie bevorzugt im Schutz von Sträuchern und Felsen errichten. Es werden wohl auch verlassene Chinchilla- oder Cururobauten bezogen. Diese unterirdischen Höhlen haben mehrere Eingänge, wobei jede Gruppe mehrere Bauten haben kann. In ihren Höhlen legen sie unter anderem Vorratskammern an, in denen Futter für den Winter gelagert wird. Degus halten keinen Winterschlaf.

Sie ernähren sich vorwiegend von Gräsern, Wurzeln, Samen, Kräutern und Laub. Über pfeifende und zwitschernde Laute kommunizieren Degus mit ihren Artgenossen. Die flinken Nager sind sehr soziale Tiere. Sie leben in Gruppen von etwa 5-10 Tieren. Fremde Sippen werden jedoch im eigenen Territorium nicht geduldet und daher bekämpft.

Zur Reviermarkierung benutzen Degus Duftmarken aus Urin. Es wird berichtet, dass das ranghöchste Männchen der Gruppe eine Art “Feldherrenhügel” neben dem Bau errichtet und auch weiter pflegt. Hier wird auch Wache gehalten. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Süden der Region Atacama über die Regionen Coquimbo, Valparaíso, Santiago und O’Higgins bis in den Norden der Región del Maule.

2. Merkmale

Die Haarfarbe des wildlebenden Degus ist braun-schwarz meliert, der Bauch ist gelblich-weiß. Als weiterer Farbschlag ist inzwischen der blaue Degu bekannt, auch Schecken sind bekannt.

Degus erreichen eine Kopfrumpflänge von 12 bis 17 Zentimetern, wozu noch ein 8 bis 13 Zentimeter langer Schwanz kommt. Das Gewicht variiert zwischen 170 und 300 Gramm, wobei die Männchen etwas größer werden.

Schon im Alter von ca. drei Monaten sind Degus geschlechtsreif. Meist kommen etwa fünf Jungtiere nach einer Tragzeit von etwa 90 Tagen zur Welt. Degunachwuchs ist besonders faszinierend zu beobachten, da die Tiere ein sehr ausgeprägtes Sozial- und Spielverhalten zeigen – allerdings ist Nachwuchs oft schwer zu vermitteln und genug Degus warten bereits auf ein gutes Zuhause. Nach spätestens sechs Wochen sind die Jungtiere entwöhnt und selbständig.

3. Ernährung

Degus sind reine Pflanzenfresser, die vorwiegend Blätter, Rinde und Samen von Sträuchern und Stauden zu sich nehmen. Sie bevorzugen dabei junge, nichtfasrige Pflanzenteile. Wie alle Nagetiere haben sie einen vergrößerten Blinddarm, in dem die Fermentation der Pflanzennahrung stattfindet. Weiter sollte bei der Ernährung der Degus beachtet werden das einige Tiere zu Diabetes neigen. Zuckerzusätze und Früchte sollten aus diesem Grund tabu sein.

Bei Gemüse aus dem Supermarkt sollten Sie auf schadstoffarme Produkte aus biologischem Anbau achten. Die kleinen Organismen der Degus verkraften nur wenig Herbizide und Pestizide. Gut umgehen können Sie dieses Problem indem Sie alles Gemüse schälen und auf Blattsalate etc. verzichten.

4. Kommunikation

Ein Degu pfeift schrill, wenn er seine Artgenossen warnen möchte. Falls er Gefahr wittert, versteinert er oft für kurze Zeit und gibt diesen grellen Ton von sich. Nehmen die restlichen Tiere die Warnung tatsächlich als ernst an, huschen sie in ein Versteck. Ärgerliches Quieken lassen Degus hören, wenn sie in Ruhe gelassen werden möchten, insbesondere beim Füttern. Gleichzeitig wehren sie mit den Vorderpfoten die Artgenossen ab, die versuchen, Nahrung zwischen den Pfoten des anderen zu beschnuppern oder sogar wegzunehmen.