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Wissen aus Fauna – Der Englische Cocker Spaniel

Der Cocker Spaniel, ein mittelgroßer Hund mit kompakter und muskulöser Statur, ist lebhaft, intelligent und muskulöser Statur, ist lebhaft, intelligent und vielseitig begabt. Seine Erbanlagen sind verantwortlich für seine Neugier und seine Freude am Spiel, vor allem an Apportierspielen. Wenngleich durch sein Erbe auch ein zäher Jagdhund mit robustem Körperbau in ihm steckt, erweist sich der Cocker Spaniel als ein sanftmütiger Hund, der Menschen liebt und sehr anhänglich ist. Er verfügt über einen liebenswerten Ausdruck und ein fröhliches Naturell.

1. Geschichte
2. Wesen
3. Rasseportrait

1. Geschichte

Die Rasse des Englischen Cocker Spaniels entwickelte sich im neunzehnten Jahrhundert in Großbritannien. Ihre Wurzeln reichen jedoch einige hundert (wenn nicht tausend) Jahre weiter zurück zu den ursprünglichen Spaniels. Man geht davon aus, dass sich der Name vom altfranzösischen Wort „espaigneul“ ableitet, das „spanischer Hund“ bedeutet und auf das Land hinweist, aus dem die ursprünglichen Hunde stammen. Diese wurden speziell für die Jagd und zum Apportieren gezüchtet. Die Hunde kamen mit ihren spanischen Besitzern nach England oder dienten bei Handelsgeschäften als Geschenke für englische Adelige, die sie gut auf ihren Gütern einsetzen konnten. Die zunehmende Popularität der Spaniels spiegelt sich durch zahlreiche Erwähnungen der Hunde in der englischen Literatur wieder, beispielsweise bei Chaucer in vierzehnten Jahrhundert oder in Shakespeare’s Stücken aus dem sechzehnten Jahrhundert.

In diesem langen Zeitabschnitt diente „Spaniel“ als Oberbegriff für eine bestimmte Art von Jagdhunden. Schließlich entwickelte sich eine Unterscheidung zwischen Wasser-Spaniels (die Wassergeflügel apportierten) und Land-Spaniels. Letztere wiederum teilten sich auf in die „sitzenden“ Hunde, die ihrem Besitzer Wild anzeigten, sowie die Springer Spaniels, die Wildvögel aus der Deckung trieben. Diese Springer Spaniels waren die Vorfahren aller modernen stöbernden Spaniels. Die Welpen eines Wurfes wurden nach ihrer Größe für unterschiedliche Aufgaben ausgewählt. Die größeren Hunde, die „Springer“ stöberten größere Vögel wie Fasane und Rebhühner auf. Die kleineren Wurfgeschwister trieben kleine Wildvögel – vor allem Waldschnepfen (engl.: „woodcock“) – aus dem Unterholz und kamen so zu ihrem Namen „Cocker Spaniel“.

Erst im Jahr 1892 wurde der Cocker Spaniel von The Kennel Club (Großbritannien) als eigenständige Rasse anerkannt. Dies erforderte auch unterschiedliche Zuchtlinien für Springer Spaniel und Cocker Spaniel. In den dreißiger Jahren war der Cocker Spaniel in England die beliebteste Hunderasse.

Im frühen zwanzigsten Jahrhundert fand eine weitere Entwicklung der Rasse statt, indem Züchter in Amerika den Cocker Spaniel des amerikanischen Typs züchteten. Diese Hunde waren kleiner und eher für Ausstellungen vorgesehen. Dennoch kam es in Amerika zum Wettstreit zwischen den beiden Linien.

Erst 1946 führte der American Kennel Club den Englischen Cocker Spaniel als eigene Rasse ein und unterschied ihn so von seinem amerikanischen Kollegen. In den letzten 50 Jahren erreichte die Rasse weltweite Beliebtheit und ihre Vertreter werden oft als die beliebtesten Spaniels Europas, wenn nicht sogar der ganten Welt bezeichnet. Unabhängig von Land oder Kontinent nennt man den Englischen Cocker Spaniel in der Regel einfach nur Cocker Spaniel.

2. Wesen

Seine Aufmerksamkeit, Intelligenz und Neugier machen den Englischen Cocker Spaniel zu einem guten Wachhund. Aufgrund seines offenkundig freundlichen Naturells ist er aber nicht wirklich für Schutzdienste geschaffen. Seine wahre Begabung begründet sich auf seine sportliche Veranlagung. Das unermüdliche Rutenspiel ist das bekannte Zeichen für seine große Energie, wenn er eine Fährte aufnimmt und furchtlos durch das unwegsamste Dickicht streift.

Der Englische Cocker Spaniel wird nach wie vor zur Jagd eingesetzt. Heutzutage sieht man ihn aber eher beim Erkunden von Büschen und Hecken im lokalen Park als beim Aufstöbern von Waldschnepfen im Ginster eines ländlichen Anwesens. Durch das frohe Wesen, die Kontaktfreudigkeit und ein familienfreundliches Verhalten ist er bei Kindern sehr beliebt. Er hat Freude an der Bewegung und diese tut ihm gut, doch auch zu Hause fühlt er sich recht wohl. Da er aber bei Überfütterung oder Inaktivität zu Übergewicht neigt, ist tägliche Bewegung unerlässlich.

Egal ob er ein Feld durchkämmt oder für die Kinder Dinge apportiert – der Englische Cocker Spaniel freut sich immer über die ihm abverlangten Aktivitäten und die Aufmerksamkeit, die ihm zuteil wird.

3. Rasseportrait

Cocker Spaniel sind Jagdhunde mit flach am Körper anliegendem, seidig schimmerndem Fell. Es ist weich und dicht, wobei es am Kopf kurz, dafür aber an den Ohren, der Brust, dem Bauch, den Beinen und am Schwanz lang ist. Cocker Spaniel gibt es mit den Fellfarben rot, braun, schwarz, blauschimmel, orangeschimmel und braunschimmel, schwarz-weiß, orange-weiß, braun-weiß, tri-color, alle auch mit loh, zobel. Der Körper ist kompakt und etwas größer (Rüden bis 41 cm, Hündinnen bis 39 cm) als beim American Cocker Spaniel. Der Rücken ist gerade und fällt zu den Lenden hin leicht ab. Der English Cocker Spaniel besitzt einen tiefen, gut ausgebildeten Brustkorb und lange, tief angesetzte Hängeohren. Die großen Augen sind entweder dunkel oder haselnussfarben.

Seine Nase ist recht groß und passt farblich zur Fellfarbe. Die Schnauze ist eckig, die Kiefer kräftig und muskulös, und die Vorderbeine sind stark und gerade. Er besitzt zudem muskulöse Hinterbeine und eine Rute, die eine Linie mit dem Rücken bildet. Sie wird auf Rückenhöhe getragen. Früher wurde die Rute kupiert, was heute nur noch bei ausgewiesenen Jagdhunden toleriert wird. Die Pfoten eines Cocker Spaniels sind verhältnismäßig groß, stark mit langen dichten Haaren behaart, aber auch fest und haben kräftige Ballen.