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Wissen aus Fauna – Farbmaus

Die Farbmaus ist die domestizierte Form der freilebenden Hausmaus.

1. Geschichte und Herkunft
2. Aussehen und Merkmale
3. Haltung und Lebensweise

1. Geschichte und Herkunft

Farbmaus 1Direkte Vorfahren von Farbmäusen sind die gewöhnlich grau-braunen Hausmäuse. Als der Mensch vor ca. 10.000 Jahren begann Ackerbau zu betreiben und Nahrungsvorräte anzulegen, schloss sich die Maus dem Menschen an. Doch man fand auch schon Mäuseknochen bei den Höhlenmenschen. Der Verdacht liegt nahe, dass die Maus sich dort bereits dem Menschen anschloss, weil er Wärme und Nahrung bot.

Sie kamen womöglich später auch über See- und Landwege nach Europa und verteilten sich so über die ganze Welt. Weiße Mäuse (Albinos) wurden besonders ist Griechenland, Ägypten und Indien als heilig verehrt und weitergezüchtet.

In Japan und Griechenland begann man vor ca. 300 Jahren mit der “professionellen” Züchtung von Mäusen. Von dort aus gelangten die ersten Farbmäuse als Labormäuse nach Deutschland.

Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts begannen die Engländer mit der Auswahl und Zucht von verschiedenen Farben.

2. Aussehen und Merkmale

Wie es schon der Rassenname verspricht, ist es genau die große Anzahl unterschiedlicher Farbgebungen welche eine Farbmaus ausmacht. Die Farbmaus wird in zahlreichen Fellfarben wie creme, rot, silber, schwarz, gelb, zimt und braun gezüchtet und verfügt über ein Kurz- oder Langhaarfell. Charakteristisch für das kleine Nagetier sind der lange Schwanz und die vier Nagezähne.

Farbmäuse werden 8 bis 11 cm lang, dazu kommt eine Schwanzlänge von 7,5 bis 10 cm. Sie erreichen ein Gewicht von bis zu 50 g und werden ca. 1,5 bis 2 Jahre alt.

Weiße Mäuse sind in der Regel Albino-Formen, das heißt, bei ihnen ist infolge einer Mutation die Produktion der Hautfarbstoffe (Melanine) vollständig ausgefallen, weswegen diese Tiere auch unpigmentierte und − infolge der Blutversorgung des Auges – rot leuchtende Augen haben. Weiße Mäuse sind bereits aus dem antiken Kreta bekannt. Sie galten als heilig und als Glücksbringer. Teilweise wurden Dutzende in speziellen Tempeln gehalten und auf Staatskosten versorgt.

3. Haltung und Lebensweise

Farbmaus 2Wie viele Nagetiere zeigen auch Farbmäuse mehrmals täglich einen Wechsel von Aktivitäts- und Ruhephase. Sie können sehr gut klettern, hoch springen und passen durch die Löcher, durch die ihr Kopf passt; der restliche Körper ist äußerst verformbar. Der Schwanz wird als “Ruder” benutzt, um das Gleichgewicht zu halten. Er kann auch als Fangleine eingesetzt werden.

Die Stammart lebt in Gruppen. Man kann daher problemlos mehrere Weibchen zusammen halten. Bei reinen Weibchengruppen gibt es kaum Rangordnungskämpfe.

Die Haltung von Männchen ist schwieriger. Bei Männchengruppen kann es auch unter verwandten Tieren mit Einsetzen der Geschlechtsreife zu ernsthaften Kämpfen kommen, die unabhängig von der Größe der Haltungsfläche mit Bisswunden oder tödlich enden können. Kastrierte Männchen sind in der Regel friedlicher als unkastrierte und haben einen weniger intensiven Eigengeruch.