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Wissen aus Fauna – Gelbbauch Schmuckschildkröte

Gelbbauch-Schmuckschildkröte3Die Gelbbauch-Schmuckschildkröte ist eine sehr bekannte Schildkröten-Unterart und gilt in weiten Teilen der Welt als “die typische Wasserschildkröte”.
Die Gelbwangen-Schmuckschildkröte kommt in ganz Nordamerika bis Mexiko vor. Die Schmuckschildkröten bevorzugt hauptsächlich ruhige Süßwasser-Gewässer. Dort leben sie auf Steinen oder Holzwurzeln.

1. Merkmale und Aussehen
2. Lebensweise
3. Ernährung
4. Fortpflanzung

1. Merkmale und Aussehen

An den Seiten des Kopfes hat diese Unterart einen auffälligen gelben Fleck auf der grünen bis olivfarbenen Haut. Der Rückenpanzer ist dunkelbraun bis olivegrün mit hellen Mustern gefärbt. Der Bauchpanzer ist gelb. In einigen Fällen kommen dort Muster nur auf den vordersten Schilden vor. Auffallend ist der Kopf mit seinen gelben Flecken.

Gelbbauch-Schmuckschildkröte4Während erwachsene Männchen eine Größe von etwa 15 cm erreichen, werden Weibchen bis zu 25 cm groß – jedoch gibt es auch Exemplare, die größer als 30 cm werden.

Neben dem für Schildkröten typischen primären Geschlechtsmerkmal der unterschiedlichen Position der Kloake, die beim Männchen weiter hinten am vergleichsweise längeren Schwanz sitzt, fallen bei Schmuckschildkröten besonders die sehr langen Krallen an den Vordergliedmaßen der Männchen auf.

Mangels genauerer Statistiken kann man nur aufgrund von Beobachtungen einzelner lebender Tiere davon ausgehen, dass Schmuckschildkröten zwischen 50 und 55 Jahre alt werden können.

2. Lebensweise

Ihre Lebensweise ähnelt der aller Schildkröten. Den Tag verbringen sie mit der Nahrungssuche und dem Sonnen zur Regulierung ihrer Körpertemperatur. Sobald die Temperaturen dauerhaft unter 15 °C bleiben, beginnen die Tiere zu überwintern.

3. Ernährung

Junge Gelbbauch-Schmuckschildkröten sind Gemischtköstler, nehmen also tierische und pflanzliche Nahrung zu sich. Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil der pflanzlichen Nahrung.

4. Fortpflanzung

Gelbbauch-Schmuckschildkröte2Im Herbst und im Frühjahr suchen sich die Männchen und Weibchen zur Begattung auf. Nach einer erfolgreichen Befruchtung bleiben die Weibchen für mehrere Jahre fruchtbar. Weichschalige Eier legen sie ab dem Frühjahr in oft vier Gelegen pro Jahr mit jeweils artabhängig um die vier Eier. Präferierte Eiablagestellen sind sonnige Uferzonen mit leicht sandigem Grund gut oberhalb der Wasseroberfläche.

Das trächtige Weibchen sucht diese Stellen früh morgens oder bei Einbruch der Dunkelheit zur Eiablage auf. Dort gräbt sie eine flaschenförmige Grube, die sie nach der Eiablage sorgfältig verschließt, so dass sie von der Umgebung nicht mehr zu unterscheiden ist. Die Eier werden rund drei Monate lang inkubiert. Das Geschlecht der Jungtiere ist von der Inkubationstemperatur abhängig.

Meldepflicht
Für alle Reptilien gelten die Bestimmungen des Tierschutzgesetzes. Der Erwerb muss der Bezirksverwaltungsbehörde gemeldet werden. Ebenso ist zu beachten, dass je nach Bundesland auch die Haltung potentiell gefährlicher Tiere untersagt sein kann.