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Wissen aus Fauna – Heimchen

Das Heimchen ist ein sehr beliebtes Futterinsekt in der Terraristik.

1. Geschichte und Herkunft
2. Aussehen und Merkmale
3. Haltung und Lebensweise

1. Geschichte und Herkunft

Heimchen 1Die Art war ursprünglich vermutlich nur in Teilen Afrikas verbreitet. Heute kommt sie weltweit vor, in Ostafrika ist sie bis in Höhen von über 2600 Meter nachgewiesen. In kühlen Gebieten wie Mitteleuropa treten die Heimchen besonders in oder in der Nähe von menschlichen Siedlungen auf, da sie ansonsten den Winter nicht überleben. Sie bevorzugen Habitate mit hoher Luftfeuchtigkeit, wie etwa Keller, Gewächshäuser oder auch feuchte U-Bahnschächte. Ideale Lebensräume stellen Kompostlager dar, da dort durch die Gärung der Abfälle ganzjährig hohe Temperaturen herrschen.

2. Aussehen und Merkmale

https://www.dreamstime.com/-image11174521Heimchen erreichen eine Körperlänge von 16 bis 20 Millimeter. Der Körper hat eine strohgelbe oder gelbbraune Grundfarbe. Das Halsschild und der Kopf besitzen eine dunkelbraune bis schwarze Zeichnung. Zwischen Männchen und Weibchen bestehen keine Unterschiede in der Länge der Vorderflügel. Bei beiden Geschlechtern sind die Vorderflügel leicht verhärtet.

Bei den Weibchen und Männchen unterscheiden sich die Vorderflügel sehr stark. Die Flügel der Weibchen sind durch ein gleichmäßiges Rautenmuster gekennzeichnet, während bei den Männchen die Strukturen ausgebildet sind, die der Bildung und der Verstärkung der Gesänge dienen. An der Bildung der Gesänge sind die Schrillader, die Schrillleiste mit den Schrillzähnen oder Lamellen und die Schrillkante beteiligt, an der Verstärkung die Harfe und der Spiegel.
Die ebenfalls voll ausgebildeten Hinterflügel sind länger als die Vorderflügel. In der Ruhe sind die Hinterflügel längs gefaltet, ihre Spitzen reichen über das Ende des Hinterleibs hinaus. Heimchen sind zwar flugfähig, sie fliegen allerdings höchst selten und nur bei hohen Temperaturen.

3. Haltung und Lebensweise

Heimchen 3Heimchen sind Allesfresser, ernähren sich von pflanzlicher und tierischer Nahrung, bevorzugen aber letztere. Da sie ihren Wasserbedarf vornehmlich durch die Nahrung decken, nehmen sie gerne wasserhaltiges Futter zu sich. Sie ernähren sich auch von Lebensmitteln, Abfällen und Aas. Bei massenhaftem Auftreten genügt ihnen minderwertige Nahrung.

Bei genügend Wärme, ausreichendem Futter bestehend zum Beispiel aus Salat, Möhren und Haferflocken pflanzen sich die erwachsenen Heimchen problemlos fort, und die Larven aller Stadien entwickeln sich rasch.