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Wissen aus Fauna – Jemenchamäleon

Das Chamäleon ist ein sehr interessantes und ungewöhnliches Tier.

1. Verbreitung
2. Merkmale
3. Haltung
4. Krankheiten

1. Verbreitung

Es gehört zur Familie der Leguanartigen. Es gibt ungefähr 160 verschiedene Arten, die sich in zwei Unterfamilien unterteilen: die echten Chamäleons und die Stummelschwanzchamäleons.

Chamäleons findet man an verschiedensten Plätzen der Erde wie Afrika, arabische Halbinsel, Mittelmeerraum, im westlichen Indien und auf Madagaskar. Das Jemenchamäleon kommt aus subtropischen Gebieten Jemens uns Saudi- Arabiens. Die Lebenserwartung liegt bei männlichen Tieren bei 5 bis 6 Jahren, bei weiblichen bei 4 bis 5 Jahre.

2. Merkmale

Auffällig ist die außergewöhnliche Form und die großen Augen. Weiters der ausgeprägte Schädelschmuck mit Hörnern und Schnautzenfortsätzen.

Die Augen sind seht hoch entwickelt und sind leistungsfähiger als das menschliche Auge, Die Tiere können bis auf einen Kilometer scharf sehen. Die Augen können unabhängig voneinander bewegt werden und weit herausstehen. Das ermöglicht eine Rundumsicht von 342°. Durch das Auge wird auch kommuniziert. Durch das Färben der Augenpartie signalisiert das Tier Paarungsbereitschaft oder die Wiedererkennung untereinander.

Der Farbwechsel dient übrigens nicht nur der Tarnung, sondern auch zur Kommunikation mit Artgenossen. Die Bereitschaft zur Balz wird durch bunte Farben und Muster signalisiert.

Das Gehör ist beim Chamäleon schlecht ausgeprägt, der Geruchssinn ist kaum vorhanden. Umso bemerkenswerter ist die Zunge. Die sogenannte Schleuderzunge kann die eineinhalbfache Länge des Körpers erreichen. Sie ist nicht eingerollt, sondern mit einem Gummiband vergleichbar. Das Herausschnellen der Zunge geschieht in einer Zehntelsekunde. Bevor die Zunge das Beutetier berührt, sorgt ein Muskel dafür, das für die Bildung eines Hohlraumes sorgt, durch den ein Sog entsteht. So wird die Beute angesaugt. Unterstützt wird dieser Vorgang durch ein Sekret, das übrigens nicht klebrig ist. Dann schnellt die Zunge mit Beute wieder zurück ins Maul.

3. Haltung

Chamäleons sind Einzelgänger, Jemenchamäleons werden incl Schwanz ca. 50cm, sind baumbewohnend und tagaktiv. Sie fressen Grillen, Heimchen, Schaben und Heuschrecken. Nach ca. 12 Monaten sind sie ausgewachsen. Junge Tiere wachsen sehr schnell und häuten sich daher häufig. Während der Häutung niemals mit Wasser besprühen, da die Haut sonst festklebt. Das kann zum Tod des Tieres führen.

Wasser nehmen sie mit der Zunge von Blättern auf.

Als Alternative zur Haltung im Terrarium bietet sich die freie Zimmerhaltung an. So sollte in einem separaten Raum ein Kletterbaum mit geeigneten Lampen angeboten werden, die eine punktuelle Wärme von 35 Grad gewährleisten. UV Bestrahlung ist empfehlenswert. Zugluft muss unbedingt vermieden werden! Ein Zimmerspringbrunnen eignet sich gut zum Trinken, da diese Tiere nur bewegtes Wasser zu sich nehmen.

Die durchschnittliche Sommertemperatur im Terrarium sollte bei 26 bis 28 Grad liegen, im Winter bei 18 bis 20 Grad. Die Inneneinrichtung sollte mit genügend Kletter- und Versteckmöglichkeiten ausgestattet sein. Für genügend Luftfeuchtigkeit sorgt das morgentliche und abentliche Besprühen mit lauwarmen Wasser oder eine Beregnungsanlage.

Chamäleons sind generell für Terraristik – Einsteiger nicht geeignet. Das Jemenchamäleon ist aber leichter zu halten als andere Arten. Vor dem Kauf sollte man sich unbedingt genauestens über die Ansprüche dieser Tiere informieren!

4. Krankheiten

Bei guter Pflege werden Jemenchamäleons nur selten krank.

Durchfall: einen Tierarzt aufsuchen, um eine Kotprobe einzuschicken.

Häutungsschwierigkeit: die Luftfeuchtigkeit ist vielleicht zu gering. Weiters müssen Hautreste händisch vorsichtig entfernt werden. Auch ein Vitaminmangel ist eine mögliche Ursache.

Rachitis: entsteht durch Vitamin D3 Mangel und Calciummangel. Man kann diese Erkrankung vermeiden, wenn die Futtertiere mit einem Vitamin- Calcium Gemisch bestäubt werden. Weiters wird nur durch UV Licht im Körper das D3 Vitamin gebildet.

Gicht: Geschwollene Gelenke entstehen durch eine zu fettreiche und häufige Fütterung, oder durch Flüssigkeitsmangel.