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Wissen aus Fauna – Kanarienvogel

Der Kanarienvogel (Serinus canaria forma domestica), stammt vom Kanarengirlitz (Serinus canaria) ab. Sie stammen getreu ihres Namens, von den Kanarischen Inseln. Weit verbreitet sind die Gesangskünstler aber auch auf den Azoren und der Insel Madeira.

Im Laufe von mehr als 500 Jahren hat der Mensch diesen Singvogel zu einem Haustier domestiziert. Der Kanarienvogel ist das einzige Haustier, bei dem der Stimmapparat – und somit seine Lautäußerungen (Gesang) – verändert wurde. Dieser Gesang hat den Kanarienvogel berühmt gemacht, und er wird auch „Sänger im gelben Federkleid“ genannt.

1. Aussehen
2. Körpersprache
3. Gesang

1.Aussehen

Kanarienvögel unterscheidet man in mehrere Rassen, die sich hinsichtlich ihres Aussehens und ihres Gesangstalents unterscheiden. Während Gesangskanarienvögel einzigartige, melodische Lieder trällern können, zeichnen sich Farbkanarienvögel hauptsächlich durch ihre vielen Farbvariationen aus.

Gesangs- und Farbenkanarienvögel sind etwa 13,5 cm bis 14,5 cm groß. Den Kanarienvogel zeichnet eine harmonische Finkenform aus: ein rund geformter Kopf und einen kurzen Kegelschnabel. Die bekannteste Gefiederfarbe der Kanarienvögel ist das „Kanariengelb“. Heute gibt es eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Gefiederfarben: z. B. weiß, rot, braun und hellbraun.

2. Körpersprache

Die Körpersprache von Kanarienvögeln können leicht mit Ihrer Körpersprache verwechselt werden. Ein Abspreizen der Flügel kann eine Drohung seinen Artgenossen gegenüber sein. Jedoch kann dies auch als Beanspruchung des Reviers oder eines Weibchens dienen.

Ebenso mehrdeutig kann ein weit aufgesperrter Schnabel sein, welcher auch als Drohung gesehen werden kann oder einfach nur zur Abkühlung.

Ganz eindeutig ist jedoch das Verhalten der Zuneigung. Ein einfaches miteinander Schnäbeln zeigt die gegenseitige Zuneigung und wenn sie sich zusätzlich noch gegenseitig putzen herrscht schon eine größere Sympathie zwischen ihnen. Will ein Männchen einem Weibchen imponieren, führt es sogar einen Tanz auf.

Kanarienvögel bieten ihrem Partner zur Pflege häufig Körperpartien an, die sie beim Putzen mit dem Schnabel nicht erreichen. Diesen Willen machen sie deutlich indem einer dem anderen Nacken, Kopf oder Kehle entgegen steckt.

Kanarienvögel sind sehr friedliche und verträgliche Vögel. Dennoch kommt es auch unter ihnen hin und wieder zu Streitigkeiten, vor allem um begehrtes Futter, Sitzplätze oder Nistmaterial.

3. Gesang

Sobald der Kanarienvogel geschlüpft ist, gibt er bereits seine ersten Töne von sich. Nach 30 bis 40 Tagen beginnt dann das Gesangsstudium der Männchen wobei diese erste Phase des Lernens bis kurz vor die Jugendmauser dauert. Vor Beginn der Jugendmauser ist der Vogel etwa zwei Wochen lang still. Erst zwischen dem 70. und 90. Tag beginnt in die zweite Lernphase, die etwa bis zum 150. Lebenstag andauert. Danach beginnt die dritte Phase der Gesangsausbildung, der etwa bis zum 250. Lebenstag andauert. In dieser Zeit lässt sich das Talent schon erahnen.

Zur Fortpflanzungszeit des nächsten Jahres hat der Kanarienvogel seine Lehre beendet und den Vollgesang erreicht.

Neben dem angeboren Teil des Gesangs, kann der Kanarienvogel auch individuelle Silben lernen. in ist beim Kanarienvogel angeboren, daneben gibt es aber auch individuelles Lernen. Sehr wichtig ist dabei das Vorbild des Vaters, aber die Jungen lernen auch von anderen Männchen und gleichaltrigen Jungvögeln.

Manche Silben werden auch ohne erkennbare Vorbilder gebildet, der Kanarienvogel kann also improvisieren.

Die Weibchen singen selten in ihrem ersten Lebensjahr. Nach Beendigung ihrer letzten Brut im Sommer singen sie spontan den Sommergesang. Vom Herbst bis zu Beginn der nächsten Brutsaison singen sie den Herbstgesang. Am meisten singen die Weibchen im Oktober.

Männchen singen nach der erste Fortpflanzungszeit immer weniger und stellen ihren Gesang schließlich ganz ein. Nach dem jährlichen Wechsel des Gefieders, der Mauser, singt er den Herbstgesang. Im Winter und Frühjahr beginnt der Gesang sich dann wieder zu stabilisieren, bis zu der nächsten Fortpflanzungsperiode.