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Wissen aus Fauna – Maine Coon

Die Maine-Coon-Katze (engl. coon von raccoon „Waschbär“) ist eine ursprünglich amerikanische Haus- und Gebrauchskatze (engl.: working cat) aus dem Nordosten der USA. Da sie sehr anhänglich ist, wird die Maine Coon auch Hundekatze genannt.

1. Aussehen
2. Herkunft
3. Zucht
4. Verhalten

1.Aussehen

Maine Coon sind sehr kräftige robuste Katzen. Ihr glänzendes Fell ist schwer und wasserabweisend, weich und sehr pflegearm. Im Bereich von Hals, Bauch und Hinterbeinen ist es länger, um so vor Feuchtigkeit und Schnee zu schützen. Am Rücken und im Nacken ist es deutlich kürzer, damit es sich nicht im dichten Unterholz verfangen kann. Der Kopf ist eckig mit hohen Wangenknochen. Die quadratische Schnauze erleichtert das Ergreifen von Beutetieren. Die Kiefer sind mit mächtigen Zähnen besetzt und stark genug, den Schädel einer Ratte zu brechen.

Ihre Ohren sind groß, stehen weit auseinander und haben einen großen Bewegungsradius. Sie sind zum Schutz vor Kälte stärker mit Fell besetzt als die anderer Rassen. So weisen sie auch innen und an der Spitze einen starken Haarwuchs auf. Eine Maine Coon ist erst mit etwa drei Jahren ausgewachsen. Sie zählen neben der Norwegischen Waldkatze zu den größten und schwersten Hauskatzen. Ein ausgewachsener Kater kann von Nasen- bis Schwanzspitze über 1,20 Meter lang und über 12 Kilogramm schwer werden, wobei dies eher die Ausnahme ist; gemittelt wiegen Maine-Coon-Kater 5,5 bis 9 kg und weibliche Tiere 4 bis 6,5 kg.

2.Herkunft

Geographisch ist die Maine Coon – wie der Name bereits sagt – im amerikanischen Staat Maine zuhause (Neu-England). Maine liegt im Norden der USA an der Grenze zu Kanada und grenzt an den Atlantik.
Es gibt viele verschiedene Geschichten und Spekulationen über die zoologische Herkunft der Maine-Coon-Katzen.

Einer dieser Geschichten verdankt die Maine Coon Ihren Namen:
Man ging z.T. noch bis 1974 davon aus, dass die Maine Coon eine Kreuzung zwischen Hauskatze und Waschbär (engl. racoon) sei. Dazu haben sicherlich das stämmige Aussehen der Katzen und der gewaltige Schwanz beigetragen. Heute weiß man, dass eine solche Kreuzung schon aus biologischer Sicht unmöglich ist. Abgesehen davon ist eine solche Annäherung dieser verschiedenen Rassen schon verhaltensbedingt nicht vorstellbar.

Aus ähnlichem Grund musste auch die Theorie einer Kreuzung zwischen Hauskatze und Wildkatze verworfen werden, da in den in Frage kommenden Gebieten außer Luchs und Puma keine Wildrassen anzutreffen sind. Eine Verpaarung dieser Großkatzen mit den zierlichen Hauskatzen kommt aus zoologischer Sicht also auch nicht in Frage.

Romantischer ist da schon die Geschichte von Kapitän Samuel Clough, die sich teilweise auf Fakten stützt.
Kapitän Clough soll gegen Ende der Französischen Revolution versucht haben, die Königsfamilie in Sicherheit in die Vereinigten Staaten zu bringen. So nahm er Teile des königlichen Mobiliars und Haushalts an Bord. Außerdem befanden sich einige langhaarige Katzen im Besitz der Königin – vermutlich Angora oder Perser, die zu dieser Zeit in Europa groß in Mode waren. Der Plan der Evakuierung wurde jedoch vereitelt, das Ende der Revolution ist jedem bekannt. Da niemand mehr Anspruch auf die königliche Habe anmelden konnte verblieb alles im Besitz des Kapitäns. So nahm er u.a. die Katzen mit in seine Heimat Wiscasset in Maine und eben diese Katzen sollen die Vorfahren der Maine Coon gewesen sein.

Eine weitere Legende rankt sich ebenfalls um einen Kapitän: Kapitän Coon aus der Nähe von Biddleford Pool in Maine.
Kapitän Coon trieb Handel entlang der neuenglischen Küste und war ein großer Katzenliebhaber. Überall wo er an Land ging sollen ihm seine Katzen gefolgt sein. Unter diesen Katzen hatte er auch einige langhaarige Perser- und Angorakatzen die, wie schon oben erwähnt, in Europa zu dieser Zeit groß in Mode waren. So wie der Kapitän sich an Land wohl vergnügte taten es auch seine Katzen, und jedes Mal wenn in einem Wurf Langhaarige auftauchten sagte man mehr oder minder erfreut: “Das war wieder eine von Coons Katzen!” Da ihr Äußeres etwas besonderes war, hat man schließlich begonnen, diese langhaarigen Katzen miteinander zu kreuzen bis daraus die Maine-Coon-Katze entstand.

Auch bei den ernsthafteren Spekulationen spielt die Seefahrt eine große Rolle. So weiß man heute, dass – ebenso wie zur Zeit der Besiedelung Amerikas – bereits die Wikinger Katzen auf ihren Schiffen mitführten, um so der Mäuse und Ratten an Bord Herr zu werden. Die Wikinger hielten sich bereits damals in ihren Siedlungen eine andere Rasse, die noch heute in Europa bekannt ist: Die Norwegische Waldkatze.
Tatsächlich haben Vergleiche in den letzten Jahren große Gemeinsamkeiten der beiden Rassen erkennen lassen. So sind beides wildlebende Rassen, körperlich hervorragend an das raue jeweilige Klima angepasst und exzellente Jäger.

Am wahrscheinlichsten ist jedoch, dass sich die Maine Coon aus den verschiedenen Rassen entwickelt hat, welche die Einwanderer während der Besiedelung mitgebracht haben. Dieses dürften in erster Linie normale Hauskatzen gewesen sein, wie sie noch heute bei uns üblich sind. Aus den Pyrenäen soll eine besondere Zuchtform gekommen sein, die French Domestic. Aber es dürften sich auch einige langhaarige Katzen darunter befunden haben, wie die damals häufig vorkommende Russische Katze und die Russische Steppenkatze, die der Maine Coon extrem ähnlich sein soll.

Genau wird sich die Herkunft der Maine Coon wohl nie bestimmen lassen, vermutlich aber hat sich aus diesen verschiedenen Rassen – unter Anpassung an das extrem raue Klima in Neuengland – dann die Maine Coon entwickelt.

3. Zucht

Nach der frühen Hochphase war es bis in die frühen 1950er Jahre ruhig um die Rasse, und sie geriet in Vergessenheit. Damit die Maine Coon als Rassekatze wieder anerkannt werden konnte, begannen Liebhaber und Züchter mit einem Show-In, d. h. auf jeder Katzenshow wurden Maine Coons gezeigt. Da zu diesem Zeitpunkt noch keine „Zuchtkatzen“ der Rasse verfügbar waren, wurden so genannte Foundation-Tiere, aus der natürlichen Population geholte Katzen mit den rassetypisch erwünschten Merkmalen, als Grundstock herangezogen. Die ersten auch heute noch bekannten Züchter etablierten sich Ende der 1960er bis Anfang der 1970er Jahre.

983 hat die FIFé die Maine Coon in die Liste der Rassekatzen aufgenommen.

4.Verhalten

Entgegen ihrem Aussehen sind Maine Coon nämlich sehr liebenswürdige und gesellige Tiere. Sie sind im Allgemeinen intelligente und verspielte Tiere. Sie benutzen mit Vorliebe ihre Pfoten, was dazu führt, dass sie problemlos Türen und Wasserhähne öffnen und kleine Objekte aufnehmen können. Sie sind sehr umgänglich und verträglich mit anderen Hausbewohnern, verstehen sich prima mit Hunden und leben auch mit Kindern problemlos zusammen. Voraussetzung ist natürlich, dass sie von klein auf aneinander gewöhnt sind. Maine Coon sind entspannt und von einer angenehmen Leichtigkeit.

Sie sind lebhaft und bleiben ihr Leben lang verspielt. Bietet man ihnen nicht genügend Spielmöglichkeiten, so finden sie selber welche. Gerne spielen sie Verstecken mit ihrem Menschen oder verschleppen Gegenstände. Auch apportieren Sie häufig ihre Spielzeuge. Auch übt Wasser auf Maine Coon einen Gewissen Reiz aus. Das liegt wohl auch daran, dass sie durch ihre eigentliche wilde Abstammung noch eher daran gewöhnt sind und dass durch ihr Fell sowieso nur selten Wasser an den Körper gelangt.

Ihre Stimme ist eher leise und hoch, eigentlich nicht der Größe der Tiere angepasst, dafür ist die Maine Coon sowohl mit Menschen als auch ihren Artgenossen sehr gesprächig. Trotz dieser leisen „gurrenden“ Stimme kann sie ganz gezielt und sehr deutlich auf ihre Wünsche aufmerksam machen.