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Wissen aus Fauna – Prachtschmerle

Prachtschmerlen sind lebhafte, intelligente und sehr spannende Fische, die für viel Action im Aquarium sorgen werden.

1. Verbreitung
2. Aussehen
3. Lebensweise und Haltung

1. Verbreitung

Heimat der Prachtschmerle ist der indonesische Raum, hier ist dieser hübsche Süßwasserfisch in den Flüssen und Seen von Borneo und Sumatra verbreitet. Die erste wissenschaftliche Abhandlung über die karpfenartige Prachtschmerle verfasste 1852 der Niederländer Pieter Bleeker. Er beschrieb die Population des Flusses Kwanten, der nahe der indonesischen Stadt Palembang im Südosten Sumatras liegt.

2. Aussehen

Prachtschmerle 2Mit einer maximalen Gesamtlänge von circa 30 Zentimeter ist die Prachtschmerle ein stattlicher Süßwasserfisch. Und ein gegenüber Fressfeinden wehrhafter dazu. Wie alle Vertreter der Unterfamilie Botiidae verfügt nämlich auch diese Art über ein Paar spitze und scharfe Augendorne. Jeweils ein Dorn liegt in einer Hauttasche unter jedem Auge, kann durch Muskelbewegungen nach vorn ausgeklappt und mit einem Knochengelenk arretiert werden. Prachtschmerlen können mit ihren Schlundknochen knackende Geräusche erzeugen, die der innerartlichen Verständigung dienen. Da sie, wie alle Karpfenfischartigen, am Kopfskelett über den Weberschen Apparat verfügen, sind sie in der Lage, Töne wahrzunehmen.

Ausgewachsene laichreife Weibchen lassen sich durch die deutliche Leibesfülle leicht von adulten Männchen unterscheiden. Andere äußere Geschlechtsmerkmale bestehen nicht.

3. Lebensweise und Haltung

Die sehr markante Körperzeichnung und -färbung dient im vegetationsarmen Bodenbereich der schnell fließenden Heimatgewässer der Tarnung. Prachtschmerlen sind keine Schwarmfische, leben aber in größeren sozialen Verbänden, die gemeinsame Laichwanderungen unternehmen. Am Beginn der Regenzeit ziehen Prachtschmerlen in großen Schulen in die Oberläufe von Flüssen und in schnellfließende Bäche um dort zu laichen. Jungfische ziehen mit der Strömung in die Unterläufe und nährstoffreichen Mündungsgebiete.

Prachtschmerle 1Die Haltung der Prachtschmerle ist vom Prinzip nicht schwierig. Bezüglich der Wasserwerte ist sie anpassungsfähig, obwohl sie in ihren Hauptlebensräumen eher weicheres, leicht saures und warmes Wasser antrifft. Aufgrund ausgedehnter Laichwanderungen, die sie zur Paarungszeit unternimmt, ist jedoch eine höhere Toleranz gegenüber schwankenden Wasserwerten anzunehmen oder ausgeprägt.

Viel wichtiger als die Wasserwerte ist die Größe des Aquariums und die Strukturierung desselben. Aufgrund der hohen Lebenserwartung und ihrer Endgröße sind sehr geräumige Aquarien erforderlich.

Prachtschmerlen sind tendenziell gründelnde Tiere, was vor allem bei Sandboden zu stärkerem Durchwühlen des anfallenden Mulmes führt, wodurch leichte Wassertrübungen ausgelöst werden. Dies spielt für das Wohlbefinden der Tiere keine Rolle, wer jedoch Wert auf klares Wasser legt, sollte eine effektive Filterung installieren.

Die Ernährung der Prachtschmerle bereitet keine Probleme. Sie geht willig an angebotenes Trocken-, Frost- und Lebendfutter.