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Wissen aus Fauna – Riesen Tausendfüßer

Die Tausendfüßer sind ein Unterstamm der Gliederfüßer, sie umfassen ausschließlich landlebende Formen mit einer meist zwei- oder höchstens dreistelligen Anzahl von Beinen.

1. Geschichte und Herkunft
2. Aussehen und Merkmale
3. Haltung und Lebensweise

1. Geschichte und Herkunft

Tausendfüßer 2Tausendfüßer gibt es schon seit rund 410 Mio Jahren und waren einer der ersten Landbewohner und stellen damit eine sehr urtümliche Tiergruppe dar. Man findet Sie auf allen Kontinenten außer den Nord- und Südpolregionen. Sie bewohnen die unterschiedlichsten Lebensräume und ernähren sich von überwiegend von abgestorbenem pflanzlichem und auch tierischem Material. Bevorzugt werden Landschaften mit offenen Trockenwäldern, Gras- und Buschsavannen mit ausreichenden Trocken- und Regenperioden.

2. Aussehen und Merkmale

Tausendfüßer besitzen einen Körper, der in zwei Abschnitte gegliedert ist: Auf eine Kopfkapsel, die aus mehreren miteinander verschmolzenen Segmenten besteht, folgt ein in sich gleichartig gegliederter Rumpf mit mindestens vier beintragenden Segmenten.

Die Kopfkapsel der Tausendfüßer trägt als Anhänge ein Paar Antennen und zwei oder drei Paar Mundwerkzeuge. Auf die Antennen folgt ein gliedmaßenloses Segment, das demjenigen der zweiten Antennen der Krebstiere entspricht.

Tausendfüßer 1

Mit einer Körperlänge von 26 – 32 cm und einer Breite von etwa 20 mm ist er der größte Tausendfüßer in Afrika. Die Anzahl der Segmente liegt bei 60 – 70.

Tausendfüßer 3Der Körper ist überwiegend mattschwarz, kann aber je nach geografischer Herkunft auch schwarzbraun gefärbt sein. Die Antennen und Beine sind dagegen heller und meist rost- bis kupferbraun in der Färbung. Die Ringe sind rotbraun bis rotorange und setzen sich nicht selten deutlich von den Segmenten ab.

Man wird es kaum für möglich halten, dass derartige Tiergruppen sehr alt werden können. Archispirostreptus gigas beweißt es aber mit seinen etwa 10 Jahren der Lebenserwartung.

3. Haltung und Lebensweise

Tausendfüßer 4Tausendfüßer, besonders die größeren tropischen Arten, werden auch gerne als Terrarientiere gehalten. Sie erfordern zwar, wie alle anderen Tiere auch, regelmäßige Pflege und artgerechte Unterbringung, weisen aber den Vorteil auf, sehr kostengünstig im Unterhalt zu sein. Die meisten Arten benötigen weder Lebendfutter noch spezielle Beleuchtung, üblicherweise auch keine Heizung.

Sie fressen Holzreste und Laub. Außerdem halten sie den Terrarienboden sauber, da sie auch Exkremente verwerten. Zusätzlich können auch Karotten, Äpfel, Gurke, Kartoffel, Löwenzahn, etc. in das Terrarium gegeben werden. Zusätzlich benötigt er auch eine Möglichkeit Calcium aufzunehmen.