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Wissen aus Fauna – Wellensittich

Der Wellensittich stellt eine Unterart der Familie der Eigentlichen Papageien dar. Es handelt sich um kleine Vögel mit einem schmalen, stark stufigen Schwanz. Wellensittiche sind im Freiland die am häufigsten vorkommende Papageienart Australiens.

1. Geschichte und Herkunft
1. Merkmale
2. Verbreitung und Lebensweise

1. Geschichte und Herkunft

Der Wellensittich (Melopsittacus undulatus) stammt ursprünglich aus Australien und wurde von dem englischen Zoologen George Shaw 1794 zum ersten Mal in dem Buch ‘Zoology of New Holland’ erwähnt.

Seit 1840 werden Wellensittiche als Ziervögel gehalten und schon ab Mitte des 19. Jahrhunderts wird er gezüchtet. Der erste Zuchterfolg der Welt gelang 1846 Saulnier in Frankreich. 1850 kamen dann die ersten Exemplare nach Deutschland und 1855 gab es auch in Deutschland die ersten Zuchterfolge. Heutzutage ist der Wellensittich wahrscheinlich die am häufigsten gehaltene Papageienart weltweit.

Durch verschiedene Kreuzungen entstanden nach und nach immer neue Farbvariationen und auch im Aussehen unterscheidet sich der domestizierte Wellensittich in einigen Punkten von der Wildform. Mögliche Gefiederfarben allgemein sind schwarz, weiß, gelb, grün, blau, mauve, oliv, braun und grau. Über die Jahre entwickelten Züchter eine Wunschvorstellung des idealen Wellensittichs, der mit der Wildform kaum noch etwas gemeinsam hat. Das Ziel des Zuchtstandards ist es, möglichst große und buschige Wellensittiche hervorzubringen.

2. Merkmale

Wellensittiche der Wildform sind rund 18 cm lang. Weibchen sind geringfügig schwerer und erreichen ein Körpergewicht zwischen 24 und 40 Gramm, während Männchen der zwischen 22 und 32 Gramm wiegen. Die Geschlechter lassen sich vor allem anhand der Farbe der Wachshaut unterscheiden, die bei der Wildform bei den Männchen blau und bei den Weibchen braun ist.

Stirn und Kehle sind gelb, die Wangenflecken sind blau, sechs schwarze Kehltupfen runden die Maske ab. Die Wellenzeichnung zieht sich kräftiger werdend vom Scheitel über die Flügel bis zum Rücken. Der Bauch und die Unterseite der Flügel sind grün. Die Schwanzfedern sind blaugrün gefärbt Die Farbe des Schnabels ist beige.

Als einziges geschlechtsspezifisches Unterscheidungsmerkmal kann die Wachshaut der Vögel gelten. Bei weiblichen Tieren ist sie beige bis braun und bei männlichen Tieren blau.

3. Verbreitung und Lebensweise

In der australischen Heimat finden sich Populationen der Schwarmvögel auf dem gesamten Festland. Ausnahmen sind die Küstenregionen und große Waldgebiete. In Regionen, in denen Wasser und Nahrung ganzjährig zur Verfügung stehen, ist der Wellensittich ein Standvogel. Dies ist beispielsweise im nördlichen Ostaustralien der Fall. Als Strichvögel halten sie sich in einer Region nur solange auf, wie die klimatischen Verhältnisse ein ausreichendes Nahrungs- und Wasserangebot ermöglichen.

Die unregelmäßigen Niederschläge und die Abhängigkeit der Wellensittiche von Samen von Bodendeckerpflanzen wie Gras zwingen die Wellensittiche jedoch in den meisten australischen Regionen zu einem nomadischen Leben. Das Leben im Schwarm bietet den Wellensittichen dabei einen größeren Schutz vor Fressfeinden.