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Wissen aus Fauna – West Highland White Terrier

Ein eifriger und treuer Begleiter.

Der West Highland White Terrier oder Westie, wie er liebevoll genannt wird, ist ein Hund mit einem absolutut unverkennbaren Charakter. Obwohl er nur etwa 28 cm hoch ist und unter 10 kg wiegt, besitzt er einen kräftigen und robusten Körperbau, perfekt angepasst an seinen ursprünglichen Verwendung als Jagdterrier. In Ergänzung zu dieser Statur steht sein mutiges und unabhängiges Wesen. Es macht ihm zum entschlossenen und hartnäckigen Jäger in Feld und Flur, gleichzeitig aber zu einem liebenswerten, verspielten Begleiter in seinem typischen heutigen Umfeld, dem Zuhause einer Familie.

1. Geschichte und Abstammung
2. Wesen
3. Rasseportrait

1. Geschichte und Abstammung

Terrier wurden ursprünglich (vor allem im Mittelalter auf den britischen Inseln) gezüchtet, um kleine Nager und Raubwild, wie Kaninchen und Ratten bzw. Füchse, Dachse und Otter, zu jagen. Die Hunde mussten ihre Beute über und unter der Erde nachstellen. So leitete sich der Name Terrier vom lateinischen Wort „terra“ ab, das Erde bedeutet. Die mutigen und zähen Hunde stellten kleine Kraftpakete dar. Sie waren intelligent und ließen sich leicht erziehen. Gleichzeitig verfügten sie über genug Unabhängigkeit, um außerhalb der Sicht- und Rufweite ihres Besitzers der Jagt nachzugehen. Mit einem kleinen Kopf, kräftigen Kiefern und kurzen, muskulösen Gliedmaßen auszugraben und zu bezwingen.

Die genaue Abstammung des West Highland White Terriers ist nicht so eindeutig geklärt wie die vieler anderer Rassen. Schon im siebzehnten Jahrhundert soll es in England und Schottland weiße Terrier gegeben haben. Vermutlich handelte es sich dabei eher um fehlfarbig ausgebildete Cairn Terrier als um eine eigenständige Rasse mit weißem Fell.

Eine beliebte Sage führt den Ursprung einer speziellen Rasse reinweißer Terrier auf Colonel Malcolm of Poltalloch zurück, der Mitte es neunzehnten Jahrhundert im schottischen Argyll lebte. Nach der Legende wurde sein dunkelhaariger Terrier mit der Beute verwechselt und versehentlich erschossen. Daraufhin begann Malcolm eine neue Terrierrasse zu entwickeln, indem er nur weiße oder hellhaarige Cairn Terrier zur Zucht verwendete und dies viele Generationen lang fortsetzte. So entstand seine eigene einzigartige Rasse weißer Terrier, die man damals Poltalloch Terrier nannte.

Diese Terrier waren ebenso mutig und temperamentvoll wie ihre Kollegen mit dem dunklerem Fell und wurden bei den Jägern zunehmend beliebt. Zur gleichen Zeit, als Malcom seine weißen Terrier züchtete, konnte auch ein Verwalter schottischer Güter Erfolge bei der Zucht ähnlicher weißer Terriern den Roseneath Terriern, vorweisen. Ende des neunzehnten Jahrhunderts erfolgte die Gründung des White Scottish Terrier Club, der die verschiedenen weißen Terrierrassen vereinte. Im Oktober 1904 wurde der erste West Highland White Terrier im Scottish Kennel Club ausgestellt. Drei Jahre später wurde die Rasse mit drei Rüden und vier Hündinnen vom English Kennel Club anerkannt und der moderne Standard festgelegt.

Häufigere Präsentationen auf Hundeausstellungen sowie die Lebendigkeit, die aufmerksame Haltung und das charmante Wesen des Westies steigerten die Popularität dieser Hunderasse und er wurde zum Familienhund. Er gilt als leicht erziehbar, freundlicher und anhänglicher als andere Terrier. Dies hat der moderne Westie unter Beweis gestellt, denn er meistert das Leben in der Stadt ebenso gut wie seine Vorfahren die Jagd auf einem farnbewachsenen schottischen Hügel.

2. Wesen

Der Westie hat einen stämmigen, muskelösen Körper. Durch seine kräftigen Gliedmaßen und seinen tiefen Brustkorb ist er schnell und sehr ausdauernd. Sein klarer, aufmerksamer Blick, die aufrechten Ohren und die aufgestellte Rute erwecken den Eindruck, dass er jederzeit zu Aktivitäten bereit ist. Tatsächlich verbringen Westies aber, wie die meisten Hunde, gern einen großen Teil des Tages schlafend. Dennoch handelt es sich von Natur aus um bewegungsfreudige, energiegeladene Hunde. Sie geben einen guten Joggingpartner ab, genießen tägliche Bewegung und mentale Stimulation, die sie zufrieden und ausgeglichen machen.
Die Westies von heute eignen sich hervorragend als Familien- und Wachhunde – immer froh, einen Besucher ankündigen zu können. Vergessen werden darf jedoch nicht, wofür die Rasse ursprünglich gezüchtet wurde. Ihre Veranlagung zum Graben und Jagen besteht nach wie vor. Deshalb müssen die geliebten Blumenbeete und andere Haustiere, die kleiner sind als sie, im Auge behalten werden.

3. Rasseportrait

Der Westie erreicht eine Widerristhöhe bis zu 28 cm und ein Gewicht von 7,5 kg bist 10 kg. Er ist ein kräftiger, robuster, kompakter, kleiner weißer Terrier mit kleinen, aufrechte, in deutlicher Spitze endenden Ohren und schwarzem Nasenschwamm. Der Schädel ist breit und leicht gewölbt. Deutlicher Stopp. Der Blick in die dunklen Augen ist wachsam, intelligent und durchdringend. Die für die Größe des Hundes großen Zähne bilden ein regelmäßiges Scherengebiss. Der Westie hat ein doppeltes Haarkleid. Das Deckhaar besteht aus ca. 5 cm langem, harschem, reinweißen Haar ohne Locken. Die unterwolle ist kurz, weich und dicht. Das doppelte Haarkleid erfordert eine regelmäßige Fellpfege und professionelles Trimmen.