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Wissen aus Flora – Zwerg-Speerblatt (Anubia Nana)

Das Zwerg-Speerblatt ist eine Sumpfpflanze aus der Familie der Aronstabgewächse.

1. Aussehen
2. Verbreitung und Lebensform
3. Anwendung in der Aquaristik

1. Aussehen

Anubia Nana 2Die Blattstiele der Pflanze werden drei bis acht Zentimeter lang und sind bis zu 3 Millimeter breit. Sie umfassen das Rhizom und sind etwa 1 Zentimeter unterhalb der Blattbasis leicht bis stark geknickt. Die Blattspreiten sind schmal eiförmig bis breitlanzettlich, herzförmig; sie sind von dunkelgrüner Farbe und können bis zu 10 Zentimeter lang und vier Zentimeter breit werden. Insbesondere bei älteren Blättern ist der Blattrand leicht gewellt. Dies entsteht durch die an der Blattunterseite stärker ausgebildeten Nebenadern.

2. Verbreitungsgebiet und Lebensraum

stammt aus Kamerun, wo sie in flachen Bereichen von schnell strömenden Waldflüssen vorkommt. Es gibt kaum Informationen über die Fundorte. Zurzeit ist der einzige Fundort das Flüsschen Limbé an der Küste nahe dem Kamerunberg; dort wächst diese Varietät fast nur submers, sowohl zur Regen- als auch Trockenzeit.

3. Anwendung in der Aquaristik

Anubia Nana 1Im Aquarium ist diese Pflanze annährend unzerstörbar und wird deshalb oft die “Plastikpflanze, die wächst” genannt. Da Pflanzen dieser Varietät klein bleiben und nur langsam wachsen, wird sie vor allem für die Bepflanzung im Vordergrund empfohlen. Sie steht im Ruf, eine anspruchslose und leicht zu pflegende Art zu sein.

Die Pflanze ist bezüglich der Lichtintensität nicht sehr anspruchsvoll und wächst bei sehr geringem Lichteinfall (0,25 Watt pro Liter und weniger) genauso wie unter Starklichtverhältnissen (1 Watt pro Liter und mehr). Sie wächst mit oder ohne CO2-Zugabe, jedoch ist eine solche durchaus förderlich für das Wachstum, genauso wie Bodendüngung bzw. ein nährstoffreiches Substrat sowie das Entfernen von alten Blättern.

Anubia Nana 3Sie verträgt weiches bis hartes Wasser und benötigt eine Wassertemperatur zwischen 20 und 28 Grad Celsius. Das Zwerg-Speerblatt eignet sich zur Begrünung von Wurzeln und Steinen, auf denen sie mit einer Angelsehne befestigt wird. Sie lässt sich ebenso an einer Rückwand aus Hartschaum ziehen. Bei der Pflanzung sollte man das Rhizom nicht eingraben, da es sonst verrotten könnte.
Die Blätter sind sehr hart; pflanzenfressende Fische und Schnecken vergreifen sich nur selten an ihnen. Die Pflanze wird deswegen besonders gerne für Cichlidenbecken empfohlen.